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Unterwerfung der Goldhauer durch die Krähenschnäbel

Ausgangslage

Im Jahre 3 v.d.U. trafen sich die Kriegsfürsten auf neutralem Grund, um die Vorbereitungen für einen Krieg gegen die Menschen des Alten Reiches zu beschließen. Einige lehnten ab, es kam zum Massaker und auch der Herr der Goldhauer starb. Die Krähenschnäbel nutzten die Gelegenheit, sie schickten Eilboten nach Hause, um einen sofortigen Einfall ins Gebiet der Goldhauer zu befehlen. Die Goldhauer waren zu diesem Zeitpunkt noch ahnungslos, hatte doch keiner das Massaker überlebt. Die Gerüchte über das Massaker trafen erst bei den Goldhauern ein, als die Krähenschnäbel schon auf dem Marsch waren. Der kurze Feldzug fand ausschließlich auf Goldhauer-Territorium statt. Dieses ist dank dem Reichtum der Goldhauer mit guten Straßen ausgestattet, was nun den Angreifern zu Gute kam, da sie sich somit schneller bewegen konnten.

Die Krähenschnäbel

Die Krähenschnäbel hatten keine lange Vorbereitungszeit, waren aber trotzdem den Goldhauern überlegen. Krähenschnäbel waren schon immer sehr zahlreich, aber nun wollten sie an mehreren Fronten gleichzeitig zuschlagen, was ihre Kräfte zerteilte. Die Krähenschnäbel (spätere Zauskoir) haben keine figataru in dem Sinne, bei ihnen erhält jeder männliche Ork eine Grundausbildung und ist Soldat und Arbeiter zugleich - mit Ausnahme von zwei Eliteeinheiten. So zog man große Mengen an Soldaten zusammen (und schwächte zeitweise enorm die eigene Wirtschaft). Viele der schlechteren Verbände wurden eingesetzt, um Sklaven ruhig zu halten. Die in diesem Feldzug genutzten Streitkräfte waren etwa 12.000 Mann stark, wovon 2.000 von kaum brauchbarer Qualität waren in Ausrüstung und Ausbildung. Ebenso wurden 1.000 Eisenschwingen aufgebracht, knapp 2.000 Blutschwingen. Der Rest bestand aus gewöhnlichem Fußvolk. Obwohl der Kriegsfürst nicht selbst zugegen war, waren die Befehle eindeutig: Drei Überfallskommandos sollten die drei wichtigsten Minen einnehmen und besetzen. Zwar horteten die Goldhauer ihr Silber andererorts, aber so wollte man sicher gehen, dass sie vom Nachschub abgeschnitten waren, um die Moral von etwaigen Söldnern zu untergraben. Eine vierte schnelle Truppe wurde ausgesandt um ein Kastell nahe einer wichtigen Wegkreuzung zu nehmen oder wenigstens zu belagern. Die restliche Armee sollte dann kurz darauf folgen. Krähenschnäbel haben lieber eine große Armee als eine gute. Der normale Soldat ist schlechter ausgebildet als manch andere ushatar. Sie sind im typischen jugporandorischen Stil gekleidet und gerüstet, haben aber meist nur leichte Rüstungen, beispielsweise Lamellenharnische und Helm oder nur einen Steppwams und einen vorgeschnallten Stirnschild. Sie kämpfen nach gewöhnlichem Muster mit Spieß, Dornenschinder oder Bogen, andere auch mit Schild und Wurfspeer, was eine Besonderheit ist. Die Eisenschwinge ist hingegen eine Elite. Sie sind schwer gepanzert, vom Knie bis zum Kopf, mit Schuppe, Lamelle, Ringen oder Stahlbändern. Ihre Hauptwaffe ist eine Kriegshacke, es gibt aber auch Schildträger unter ihnen und ausgewählte Schützen. Die Eisenschwingen sind Stoßtruppen. Blutschwingen sind ebenfalls ziemlich gute Bastarde. Das sind Leichtfüße, die also ähnlich schwach gepanzert sind wie obige Dreckschläfer, aber bewusst, um mobil zu bleiben. Sie sind sowohl für den Nahkampf als auch mit guten Bögen ausgestattet und dienen als fähige Plänkler. Im Zweifelsfall kann man sie aber auch für heikle Angriffe nutzen.

Die Goldhauer

Zum Kriegsbeginn liegen alle Vorteile bei den Krähenschnäbeln. Die Goldhauer sind uninformiert, ihnen fehlt die Führung. Als der Feind über die Grenze marschiert, sitzen die höchsten Befehlshaber der Goldhauer gerade zusammen in der Hauptstadt und beraten über Weiteres vorgehen. Zudem lebt die Armee von Söldnern und viel schnell anwerbbares Geschmeiss ist bereits nach Norden marschiert, wo man den Krieg erwartet. Man könnte argumentieren, dass die Goldhauer zahlenmäßig überlegen sind, was aber nur theoretisch der Fall ist. Zum Kriegsbeginn stehen etwa 6.000 Krieger zur Verfügung, der Rest ist anderswo stationiert oder noch nicht angeworben (⇒ Söldner). Von diesen Kriegern sind 1.000 Berittene, weitere 1.000 Gardisten und 2.000 erfahrene Söldner. Im Grenzgebiet, bei den Minen und dem Kastell, halten sich also nur 2.000 reguläre Krieger auf. Hinzu kommen zwar weit über 20.000 figataru, wenn man den letzten Krüppel heran ziehen würde, aber diese sind weder ausgehoben, noch sonderlich brauchbar. Für den Krieg wirklich zu nutzen wäre theoretisch die Hälfte davon. Gardisten und die bereits unterhaltenen Söldner sind allesamt ziemlich hart und gut gerüstet. Sie tragen schwere Panzer, bis zum Knie und kämpfen nach gewohntem Muster, in erster Linie mit Stangenwaffen, aber auch mit Bogen, Kolben und Krummschwert. Die gewöhnlichen Soldaten sind besser ausgestattet als die Krähenschnäbel, da sie dicke Steppwämse, Brustpanzer, Helme, Schulterteile und teilweise auch Beintaschen haben. Allerdings sind Goldhauer als vom Luxus verweichlicht verschrien. Die Reiter sind nur leicht gerüstet, kämpfen meist mit Spießen, sind aber gefürchtet, weil Schwarzblütern Reiterei suspekt ist. Der gemeine figataru ist schäbig und ungerüstet und übt etwa einmal im Mond.

Die ersten Überfälle

An vier strategisch wichtigen Stellen schlugen die Krähenschnäbel zu, wobei jede Truppe zur Hälfte aus Blutschwingen und gewöhnlichen Kriegern bestand. Die Verteidiger wehrten sich verbissen und an manchen Minen waren die Verluste signifikant. Man kam bei Nacht und in doppelter Überzahl, allerdings waren überall zumindest simple Verteidigungsanlagen vorhanden. An der südlichsten Mine schafften es die Verteidiger sogar sich zu formieren, auszubrechen und abzusetzen. Das Kastell wurde gar nicht genommen. Man versuchte einen nächtlichen Handstreich, der allerdings abgewehrt wurde, worauf die wütenden Krieger das Gebiet ringsherum in Brand steckten. Ansonsten verlief diese erste Phase für die Krähenschnäbel allerdings erfolgreich. Sie schnitten den Feind vom Silbernachschub ab, besetzten eine wichtige Wegkreuzung und zerschlugen die Verteidigungskräfte der Region vollkommen. Tags darauf passierte wenig. Die Krähenschnäbel schickten Läufer zu allen Arbeiterlagern der Umgebung, mit der Auffordrung die Waffen niederzulegen, was diese auch taten. Einziges Problem, mit dem sie nicht rechneten war, dass bereits Goldhauer unterwegs waren. Man hatte die Reiterei nach Norden verlegt, in einer Vorahnung der gefährlichen Zeiten. So kam es unterhalb des Kastells, an der Kreuzung, zur Schlacht, wobei auch die Garnison den Ausfall wagte. 1.000 Reiter und 500 Goldhauer zu Fuß fielen nun über die 2.000 Blutschwingen und Soldaten her, die sich verteilt hatten, um brennende Siedlungen zu plündern. Dank dieser Verteilung war der Ausgang klar und einfach. Die Goldhauer siegten, weil sie dem Feind keine Zeit ließen Heerhaufen zu bilden. Nur an wenigen günstigen Stellen, zum Beispiel in Dörfern, verschanzten sich kleine Gruppen und hielten mit Lanze und Bogen die Reiter ab, die sich lieber leichtere Ziele suchten. Am 3. Tag bereits zogen die Reiter weiter, in Richtung der Minen. Hier war man allerdings vorgewarnt und sie zogen unverrichteter Dinge wieder ab.

Der Hauptangriff

Mittlerweile rückte die Hauptarmee der Krähenschnäbel nach. Die größte Marschkolonne folgte der Hauptstraße, 6.000 Mann stark. Eine weitere kleinere, bestehend aus den schlechtesten Truppen, zog als Ablenkungsmanöver weit im Westen umher. Aus den Truppen bei den Minen wollte man eigentlich eine weitere Armee bilden, allerdings zog noch die Reiterei im Gebiet umher, also zog man nur die verbliebenen Blutschwingen ab, die als Flankenmacht nach Süden marschierten. Auf Seiten der Goldhauer hatte man mittlerweile fleißig Boten umher geschickt und an Söldnern ausgehoben, was möglich war. Auch die figataru bot man auf und so marschierte man gen Norden, dem Feind entgegen. Nun machte sich die Ablenkung der westlichen Truppe bemerkbar. Furchtsame Herzen zählen Feinde doppelt, also spaltete man einen guten Teil des Heeres ab, um den Plünderzug im Westen aufzuhalten. Die Krähenschnäbel marschierten mit großer Siegesgewissheit, obwohl ihr Stand hätte weitaus besser sein können. Ihnen schlossen sich zahlreiche niedere Orks an, die aus Arbeiterlagern zuströmten und die Armee vergrößerten. Man bezahlte sie mit Silber aus den Minen. Die Goldhauer verloren an Zuversicht. Sie schickten 2.000 Elitetruppen, 1.000 niedere Söldner (nicht viel besser als Milizen) und 5.000 figataru ins Feld. Hierbei fehlten alle jene die Jagd auf die Plünderer im Westen machten. Die Hoffnung der Goldhauer waren die Reiter, die sich im Rücken des Feindes bewegten. Beide Armeen marschierten ohne Troß und ernährten sich aus dem Land. Zwei Tage lang marschierte man hin und her, es kam nur zu kleinen Gefechten. Nördlich hatten die Reiter mittlerweile eine Mine befreit und machten den dortigen Krähenschnäbeln das Leben zur Qual, während die südliche Hauptarmee dem Feind immer wieder auszuweichen versuchte, bis die Krähenschnäbel die Strategie änderten: Sie marschierten auf die Hauptstadt, statt der Armee hinterher und so waren die Goldhauer gezwungen zu handeln. Einige wollten die Hauptstadt verteidigen, andere nach Norden durchbrechen, um sich mit den Reitern zu vereinigen. Die Armee lag zwei weitere Tage tatenlos darnieder, während die Befehlshaber einander anschrien. Es lag keine eindeutige Führung vor. Als ein Teil nach Süden zur Hauptstadt abmarschieren wollte, waren die Krähenschnäbel natürlich zur Stelle. Sie hatten sich ausgeruht und aus dem Land vollgefressen. 5.000 Krieger, 1.000 Eisenschwingen und 1.000 nargothar, unterstützt von den 1.500 Blutschwingen die einen Flankenangriff wagen sollten, trafen auf keine 4.000 Feinde, was in einem schrecklichen Massaker endete. Nach nur kurzem Kampf wurde die unterlegene Armee überflügelt und die Eisenschwingen schlug ein Loch in die Mitte, so dass sie zerfiel.

Die letzten Goldhauer werden geschlagen

Damit brach die Verteidigung großteils zusammen. Die zweite Armee zerfiel im Streit untereinander, so auch die im Westen. Einige Loyalisten wollen es nicht wahr haben und marschieren auf die Hauptstadt, nur um ebenfalls blutig zermalmt zu werden. Die Stadt selbst wird nicht sofort genommen, da sie noch von einer Tausendschaft guter Söldner bewacht wird. Die Reiter setzen sich nach Norden, Richtung Dhurrgamp ab, kleinere Befehlshaber und Kastelle (so auch das an der Wegkreuzung) liefen aufgrund der hoffnungslosen Lage über. Mit oder ohne Befehlshaber. Auch die am Feldzug nicht beteiligten Truppen im Osten, die die dortige Grenze bewachten, kapitulierten. Als letztes fieldie Hauptstadt ohne nennenswertes Blutvergießen. Man verhandelte mit den Söldnern. Um den Ruf zu wahren gabensie nicht auf. Sie bleiben loyal, bis ihr Sold für zwei Wochen ausblieb, dann beendeten sie offiziell den Vertrag und übergaben die Stadt an die neuen Herren.

Verluste

Dank des schnellen Verlaufes und der direkten Ergebnisse sind die Verluste eher gering. Etwa 8.000 Krieger (figataru mit eingeschlossen) wurden getötet oder verwundet, etwa jeder 3. davon ein Krähenschnabel. Natürlich hat auch die Zivilbevölkerung gelitten. Der Streifzug im Westen plünderte ausgiebig, außerdem kam es beim Kastell zu heftigen Raubzügen und alle Armeen ernährten sich aus dem Land, so dass gewiss auch einige hundert bis tausend Sklaven und Arbeiter dran glauben mussten. Im Vergleich zu den langen Plünderkriegen die sonst so häufig sind und auf dem Rücken der Arbeitersiedlungen ausgetragen werden, sind diese Zahlen eher unbedeutend. Hinzu kommen einige abgebrannte Dörfer und Siedlungen, aber auch hier ist das Gebiet glimpflich weggekommen, denn weder die Ernte wurde zerstört, noch Festungen und Städte dem Erdboden gleich gemacht.

Beurteilung

Der Sieg wurde rein durch die strategische Überlegenheit der Krähenschnäbel und der inneren Zerstrittenheit der Goldhauer errungen. In keiner der acht nennenswerten Gefechten kam es zu einem ausgeglichenem Kampf, wo überlegene Kriegskunst, Technologie oder Ausrüstung den Sieg bedeutet hätten. Stets waren die Sieger klar im Vorteil (nicht unbedingt zahlenmäßig). Innere Konflikten beschleunigten den Sieg, denn wäre man auf geeinte, hoffnungsvolle Goldhauer getroffen, so hätten diese nicht so schnell nachgegeben. Zum Sieg trug ebenfalls die Mobilität der Krähenschnäbel bei, die leichter marschieren als der Feind. Dies ermöglichte zu Schlachten dann die größeren Kräfte beisammen zu haben, was den Nachteil der unterlegenen Ausstattung wett machte.

unterwerfung_der_goldhauer_durch_die_kraehenschnaebel.txt · Zuletzt geändert: 2019/06/15 00:35 von zoshakan