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Waffengattungen

Dieser Artikel überschneidet sich stellenweise mit dem Artikel Truppentypen.

Wichtig ist im Voraus eines zu bedenken: Jugporandorische Verbände sind vormoderne, teilweise feudal anmutende Aufgebote. Einheiten sind seltenst gänzlich gleich bewaffnet. Die Bewaffnung und Ausrüstung richtet sich nach der Aufgabe von Truppenteilen und kann sich hier signifikant unterscheiden.

Natürlich hat man den jugporandorischen Lanzenträger/hashatar im Kopf, wenn man an jugporandorische Aufgebote denkt, aber selbst eine maubûr ushataru ist eben - wie die direkte Übersetzung auch besagt - ein Banner Fußvolk und keines explizit nur aus Lanzenträgern. Bleiben wir bei diesem Beispiel: Eine gewöhnliche maubûr besteht in der ersten Linie aus Lanzenträgern, hinzu kommen aber natürlich auch Bogenschützen, gashatar und Schildträger. Wie die Aufteilung ist unterscheidet sich nach Klan, Truppentyp aber auch momentane Umstände.

Und selbst diese Gattungen unterscheiden sich untereinander: Ein hashatar kann einen Ewigen Speer tragen, einen Dornenschinder oder Ähnliches. Er ist meist gemäß Erlässen gepanzert, aber auch hier gibt es welche die das Soll unter oder übererfüllen.

Ein Bogen kann ein schwacher Jagdbogen sein oder ein mächtiger Kompositbogen.

Ein universales jugporandorisches Prinzip ist das der „vollen Klauen“. Jeder Krieger der etwas auf sich hält, folgt diesem.

Kommen wir zu gängigen Waffengattungen:

Lanzenträger

Der berühmte hashatar. Jugporandor, das Land von Lanze und Ziege.

Ein berühmter Ork sagte einst: „Egal ob Dornenschinder, Langspieß oder Ewiger Speer, Lanzen gibt es immer - genug für jeden im Heer.“ Und das stimmt!

Mit einer Lanze das Kämpfen zu lernen ist einfach. Auch ungerüstet ist es eine gute Waffe und erst Recht in der Formation. Darum sind sie auch so beliebt bei drittklassigen Truppen.

Spießträger können sein:

- unerfahrene Narangar, unvernarbt und ungerüstet, mit Hass im Herzen und Verzweiflung im Nacken

- figataru die für den Garnisonsdienst herangezogen werden oder um die Kopfstärke eines Heeres zu erhöhen, meist nur rudimentär ausgestattet und kaum mit Körperpanzerung versehen

- gewöhnliche ushataru. Gebräuchlich ist, dass man sich den Rumpf und den Kopf mit Eisen rüstet, alles darüber hinaus ist gut aber keine Vorschrift

- Gepanzerte und Gardisten, welche die Waffen auch teilweise individuell gemeistert haben

Besondere Arten von Spießträgern:

- Lupgashar ta'parat hashatar: Die Feueranbeter der Lupgashar lieben den zweizinkigen Gabelspieß, der für die Dualität von Feuer steht (Erhalten und Zerstören). Sie kämpfen schwer gepanzert. Der Gabelspieß ist häufig, aber nicht ausschließlich die Waffe. Er wird vor Allem in Gruppen genutzt. Während ein Krieger die Waffe des Feindes bindet, macht ihn der andere nieder.

- Gulshataru: Kriegspriester lieben von jeher Glefen und nutzen diese als primäre Bewaffnung. Sie tragen kaum Rüstung, was nicht am Glauben liegt, sondern an einer fehlenden Logistik.

- gul'gajutaru: Seitdem die Kriegspriester durchgedreht sind gibt es bei allen angrenzenden Klans in dieser Region spezialisierte Truppen. Die Gul'Gajutaru (quasi direkt übersetzt Geisterjäger, gemeint sind Kriegspriester-Jäger) Da die Kriegspriester und ihre gepressten Untergebenen praktisch keinerlei Rüstung haben, nutzen auch die gul'gajutaru als Hauptwaffe die Glefe, die vor Allem gegen nacktes Fleisch effizient sind. Gul'Gajutaru führen Bewegungskrieg und panzern sich nur leicht da es unter „ihren“ Feinden kaum panzerbrechende Waffen gibt. Neben der Glefe gibt es bei ihnen auch viele Schützen mit schwachen Bogen (man braucht nicht mehr Zugkraft um Fleisch zu durchschlagen). Ihre Schildträger lieben Krummschwerter (siehe unten)

- Langspieße: In allen Gebieten in denen der Feind Lanzenreiter in großer Zahl nutzt, gibt es auch Verbände von Langspießen. Da jugporandorische Kriegsführung meist ein Bewegungskrieg ist, mit Streitkräften aus Hunderten statt tausenden, sind Langspieße nicht so beliebt wie z.B. im Alten Reich. Langspieße gibt es bei den Zau'Skoir im Südwesten, da sie die Zruogar Reiter fürchten. Auch bei den Thrororbakal gibt es Verbände, da das Lichtreich im Südosten auch auf Reiter setzt. Die Throqush sind erst im Jahre 10 n.U. daran eigene Verbände davon aufzustellen und ihr Grund sind keine Reiter: Sie haben dies Kriegsmühen gegen das Alte Reich im Norden erneuert. Dieses setzt sogenannte Reichsknechte ein, Truppen aus wohlformierten Langspießträgern die im Gewalthaufen ein echtes Problem für die orkischen Krieger sind. Um dem Entgegen zu wirken hat Skargal die Aufstellung einiger spezialisierter Verbände erlassen. Der Auftrag ist einfach: Ein Mittel zu finden die Gevierte aufzubrechen. Und einige dieser Truppen haben sich schlichtweg dafür entschieden die Kampfweise der Reichsknechte zu adaptieren und darin besser zu werden als sie.

Schildträger

Für manche Traditionalisten gilt der Schild als vollkommen verachtenswert, doch dies sind wenige Extreme, denn Orks sind allgemein Pragmaten und sehen den Wert des Schildes.

Zur Hauptwaffengattung ist er aber niemals geworden, zum einen weil Jugporandorer seit jeher gut in der Metallverarbeitung sind und darum verhältnismäßig viele Kämpfer mit eiserner Körperpanzerung haben (auch wenn diese von fraglicher Qualität sein mag!). Zum anderen ist ein zweihändiger Spieß einfach passender zum hasserfüllten, aggressiven Kampfstil der Schwarzblüter.

Hier beschäftigen wir uns mit Schildträgern, die das Handgemenge suchen. Auch andere Truppen nutzen Schilde, siehe hierzu unten „Leichtbewaffnete“ und „Speerwerfer“. Der jugporandorische Klan-Schildträger trägt einen Rundschild, dieser kann mit Metall beschlagen sein. Slaitul'hai nutzen Rundschilde und halbmondförmige, aber auch Notbehelfsschilde aus Flechtwerk. Von Setzschilden sehen wir ebenfalls ab. Diese werden an Truppenteile ausgegeben zum zusätzlichen Schutz und sind nicht Teil der Primärbewaffnung. Hierzu mehr: Setzschilde in diesem Artikel

Vielleicht fragt sich nun manch einer, wieso die Einteilung Schildträger gewählt wurde? Wieso wird nicht nach der Waffe, also Schwert o.ä. eingeteilt? Weil der Schild die Einsatzart diktiert.

Schildträger sind verbreitet bei ushataru und slaitul'hai. Irreguläre Verbände wie figataru nutzen sie nicht und narangar ebenfalls nicht - bei letzteren aus einem kultischen Zweck der Offensive heraus nicht.

Schildträger sind also immer Professionelle (zumindest aus der Eigenperspektive) und Spezialisten für besondere Aufgaben.

Bei den Klans erscheinen sie entweder in Bewaffnung mit Krummschwertern oder mit Streitkolben. An folgenden Stellen:

  • als kleiner Anteil einer gewöhnlichen maubûr (sei es leicht, normal oder schwer), zum Stürmen von Leitern, Stadtkämpfe, zum bilden von Keilen oder zum Waldkampf
  • spezialisierte Eliten haben sie oft. Lupgashar Veteranen lieben Streitkolben und den gepaarten Einsatz mit Schilden. Sturmtruppen wie Veteranen der Zgurogar und Eisenschwingen der Burzgulzingar, aber auch alle andere Truppen die gepanzerte Stoßtruppen einsetzen. Während normale maubûru sich genau an Erlässe halten, sieht man das bei Elitetruppen nicht so eng.
  • * Tunnelkämpfer der Burzgulzigar sind Schildträger: Sie tragen als einzige Klansoldaten keine runden Schilde, sondern große, beinahe rechteckige, die oben allerdings leicht abgerundet sind. Tunnelgarden panzern nur ihren Oberkörper und Kopf, beides dafür schwer. Da sie in beengten Räumen kämpfen, ist ihre Primärwaffe das jugporandorische Kurzschwert. Auch Kurzspieße kommen zum Einsatz
  • In an die gulshataru angrenzende Gebiete gibt es gul'gajutaru (Anti-Kriegspriester-Spezialisten). Hier sind Krummschwerter und Schilde verbreitet, da ein Krummschwert nutzlos gegen Gepanzerte ist, aber perfekt gegen halbnackte Gulshataur
  • Skargals Verbände die gegen die Reichsknechte gebildet werden und einen freien Weg zur Problemlösung (aka Zerstörung der Reichsknechte) haben gibt es auch Scharen aus Schildträgern. Sie tragen Kurzschwerter. Ihr Versuch ist es im Sturm einige Leute durch den Pikenwall zu bekommen, während der Rest der maubûr sie ablenkt.
  • Krolkars Garde, auch Krolkars Äxte genannt: Äxte sind selten in Jugporandor. Außer bei Krolkar. Seine gesamte Garde kämpft mit Äxten, manche auch in Kombination mit einem Schild.

Bei den slaitul'hai, die mit Schwarmtaktiken kämpfen, sind meist erfahrene Krieger Schildträger. Diese sind zugleich eine Mischform aus Speerwerfern und Schildträger: Ihre Primärausrichtung ist das Handgemenge, meist tragen sie allerdings einen Speer zum Wurf, bevor sie in den Nahkampf gehen.

  • Häutplingsgefolge: sind die härtesten Säue im Hood. Sie tragen im Gegensatz zum restlichen Aufgebot Rüstungen und können sich Krummschwerter leisten. Krummschwerter sind gegen ungeschütztes Stammesaufgebot die Hölle
  • gewöhnliche Krieger: Da ein Schild eine exzellente, günstige erste Verteidigungslinie ist, sind sie hier verbreitet. Wie erwähnt, wird bei slaitul'hai viel mit Wurfwaffen gekämpft. Diese Jungs wollen wen zu Klump dreschen. Kriegskeulen sind verbreitet, genauso Kurzschwerter aus schlechtem Stahl und slaitul'hai tragen tendenziell auch eher Äxte.

Bogenschützen

Ein Bogen ist eine mächtige Waffe, aber er bedarf auch viel Übung, nicht nur um das Können, sondern auch die Kraft zu entwickeln, gerade wenn man starke Hornbögen nutzen will. Die Durchschlagskraft ist nur von der Stärke des Bogens abhängig und ob dieser wiederum genutzt werden kann, von der Körperkraft des Schützens.

Hier sprechen wir nur von Schützen zu Fuß. Für Berittene gibt es weiter unten einen Eintrag.

Folgende Schützen finden Verwendung:

  • in Klanarmeen hat es sowohl beim Fußvolk, bei Leichtfüßen und bei Gepanzerten einen Anteil an Bogenschützen. Je nach Qualität der Einheit tragen sie schwächere oder stärkere Bögen. Der Anteil schwankt. Ein Beispiel aus Erlässen könnte sein: Beim Fußvolk sollen von je zwei von zehn Bögen tragen, bei Leichtfüßen einer von drei, bei den Gepanzerten einer von zehn.

Diese beigemischten Bogenschützen haben diverse Zwecke: Leichte Truppen wären anfällig gegen Plänkler mit Wurfwaffen, die wiederum von Bögen ausgestochen werden. Schwerere Verbände wollen störende Feinde abwehren können, die sich nicht auf Lanzenweite heranlassen. Ebenso zwingen Schützen den Feind zum Anblick. Nehmen wir an zwei gleichstarke Truppen begegnen sich und beide verlassen das Gelände ihrer Wahl nicht: Eine Hand voll Schützen kann sie dazu zwingen.

  • Reine Schützenbanner sind seltener aber vor Allem bei Belagerungen von großem Wert. Hier ist der Verteilungsschlüssel umgekehrt und auf je vier oder fünf Schützen kommt ein Lanzenträger.
  • slaitul'hai die in plänkelnden Schwärmen kämpfen nutzen ebenso Bogenschützen. Während die meisten Klans das Handgemenge suchen, wird bei slaitul'hai viel mit Wurf- und Schusswaffen ausgetragen. Da es an Körperpanzerung mangelt sind selbst Jagdbogen effizient.

Trotz der Vorteile von Pfeilen sind Bogenschützen nicht die angesehenste Waffe. Pfeile dünnen aus, zermürben, halten ab, zwingen den Feind aus der Stellung, aber sie gewinnen keine Schlachten.

Feuerlanzen

Gashat sind selten, was zwei Gründe hat: 1) ist die Waffe zwar mächtig, aber auch sehr speziell 2) ist das Pulver unfassbar teuer Es wäre schlichtweg logistisch nicht möglich ganze Armeen damit auszustatten und lange Feuergefechte zu führen.

Bei slaitul'hai werden sie nicht genutzt, nur in den großen Klans. Manche slaitul'hai wissen nicht mal um ihre Existenz und halten es für Hexerei.

Leichte Truppen tragen keine gashatu, nur normales Fußvolk, Gepanzerte und Sturmtruppen, denn das sind die Verbände, die sich mit ebenfalls Gerüsteten herumschlagen müssen und genau dafür sind Feuerlanzen gut: Um Gepanzerte zu töten, denen Pfeile und Lanzen wenig an haben können.

Im Verteidigungsfall an Engstellen können sie eine Todeszone erschaffen und damit schlachtentscheidend sein.

Wie bei den Bogenschützen machen sie einen Bruchteil der Bannerstärke aus.

In Jugporandor gibt es genau einen Söldnerverband, der gänzlich mit Feuerrohren ausgestattet ist.

Eine Sonderform wird von den Zgurogar eingesetzt. Mehrläufige Faustrohre sind zwar in ganz Jugporandor bekannt, doch die Zgurogar laden sie am liebsten mit Metallspänen, Kies und Schmiederesten um daraus brutale Schrotflinten zu machen, die unter leichten Feinden ein wahres Massaker anrichten.

berittene Krieger

Orks sind erbärmliche Reiter, da Pferde sie fürchten. Sie sind ungeduldig, grausam und haben keinerlei Einfühlvermögen. Trotzdem wissen Orks um die Vorzüge der Mobilität. In manchen Gegenden gibt es also Verbände die praktisch nicht in der Lage sind beritten zu kämpfen, aber zum Gefecht reiten, um dort abzusteigen. Sie bewegen sich zu Pferd und kämpfen infanteristisch. Ihre Bewaffnung gleicht dem des normalen Fußvolkes, da sie keine spezielle für den Pferderücken abgestimmte Bewaffnung brauchen.

Lanzenreiter

Wie Orks zu Pferden (und Pferde zu Orks) stehen haben wir gerade schon erläutert. Dennoch kann man vom Pferderücken aus Lanzen einsetzen, was von Buckelwölfen aus kaum geht. Lanzenreiter sind schreckliche Feinde. Ihre Reichweite und Durchschlagskraft macht selbst hashataru nervös und man kann sie einsetzen, um Wolfsreiter aus dem Feld zu schlagen, die normalerweise der Horror jeder Pferdekavallerie sind.

Da die jugporandorischen Pferde klein sind, werden keine Schlachtrösser geritten, sondern struppige, ausdauernde Tiere. Die Reiter sind nicht schwerer gerüstet als gewöhnliche Fußsoldaten, aber angesehen und gut bezahlt.

Die Gardelanzen der Thrororbakal bestehen unter anderem aus Lanzenreitern, es gibt eine Söldnertruppe aus Lanzenreitern aber sonst sind sie rar.

Schützenreiter

Jemand angreifen der sich nicht wehren kann ist immer ein gutes Prinzip. Das macht die Jagd auf Fliehende so beliebt und Hinterhalte so effizient. Und so gibt es auch Schützenreiter.

Diese Krieger verzichten beinahe immer auf Rüstung und dienen in erster Linie zum Stören des Feindes und zum Kleinkrieg. Zugegeben: Jugporandorer sind gut auf zwei Beinen und im Handgemenge, es ist also reichlich untraditionell auf einem Pferd mit einem Bogen zu kämpfen. Nutzen kann es trotzdem.

Die Thrororbakal nutzen berittene Bogenschützen, aber auch die Ashtlagar, beide nicht in großer Zahl.

Buckelwolfreiter

Die Zgurogar sehen auf Orks herab, die vom Pferderücken aus kämpfen. Für sie gehört ein Schwarzblüter in der Schlacht auf einen Buckelwolf und auf kein anderes Tier. Wolfsreiter sind wilde verwegene Kerle. Ihre Bestien müssen brutal unterdrückt werden und sind dennoch schwer zu kontrollieren.

Wolfsreiter tragen maximal gewöhnliche Rüstungen. Da viele ohne Sattel reiten und sich einfach in der Nackenmähne ihres Wolfes festhalten, haben sie zwar alle einen Buckler am Gürtel aber führen meist einhändige Waffen: Krummschwerter, Streitkolben und Speere. Manche verwegene haben Bögen, doch der Bogen ist für Wolfsreiter nur eine Waffe zur eigenen Bespaßung: Man hat einen Ruf zu verlieren!

Wolfsreiter kommen in vielen Armeen zum Einsatz: Bei den Zgurogar natürlich, genauso bei den Burzgulingar, den Throqush und auch bei den Krumnazt. Sogar bei den gulshataru gibt es eine rein weibliche Truppe aus Scaragru geweihten Wolfsreiterinnen.

Unterbewaffnete

Sie sind verachtet, keine wirkliche Truppengattung, aber kommen immer wieder vor: Orks die nicht dem Prinzip der vollen Klauen folgen (Pfui!) oder mit improvisierten Waffen kämpfen.

Derar verachtenswerte Kerle gibt es natürlich nur in Notsituationen. Bedenkt man jetzt, dass große Scharen aus Narangar - ebenfalls eine Notsituation - noch mit Lanzen ausgestattet werden können, wird noch offensichtlicher, wie schlimm die Zeiten stehen müssen!

Meistens findet man derart Unterbewaffnete nur in Form von Aufständischen oder wenn ein Kriegsherr Arbeiter als Pfeilfutter in seine Reihen presst.

Dann wird gekämpft mit allem was man in die Klauen bekommt: Schmiedehammer, Holzfälleräxte, Sensen und Sicheln.

Leichtbewaffnete

Leichtfüße die für Geplänkel vorgesehen sind tragen manchmal reguläre hashatu oder Bögen, aber manchmal ziehen sie anders bewaffnet in den Krieg. Das ist weniger eine Notsituation, als eine intentionelle Entscheidung. Zum Überfallen von schlafenden Lagern braucht man keine Panzer. Man muss rein, töten, raus. Geschwindigkeit ist von Wichtigkeit. Dies sind keine Truppen fürs Schlachtfeld, sondern für den ätzenden Kleinkrieg.

Hierunter fallen Kerle mit Deckenspeeren - die in einer Formation nichts verloren haben - und natürlich wer in der Linken, neben Kriegskolben, Kurz- oder Krummschwert, einen Buckler oder einen Dolch trägt.

Solche schnellen Halsabschneider gibt es in vielen Regionen. Berühmt sind die Blutschwingen der Zau'Skoir und die bolshak-Garde der Burzgulingar, die nur in der tiefsten Nacht kommen. Auch die Ashtlagar haben fähiges Pack aus dem Weißen Stein.

Speerwerfer

Man könnte hierzu auch Plänkler sagen, aber das könnte irritieren: Auch Klan-Leichtfüße plänkeln und diese tragen mitnichten Wurfwaffen.

Darum nennen wir sie Speerwerfer. Der martialische Sinn ist das wichtige, nicht der Name: Sie werfen Dinge! Im Gegensatz zu irgendwelchen Stammeskriegern die im Ansturm einen Speer schleudern und dann den Nahkampf suchen bleiben sie bevorzugt auf Distanz.

Solche fernkampfzentrierten Kämpfe zwischen Schwärmen aus Leichten sind nicht so verlustreich wie zwei aufeinander treffende Formationen - und das ist auch der Sinn. Slaitul'hai, die diese Kampfweise bevorzugt nutzen, wollen Streitigkeiten - aka Kriege - ausfechten ohne selbst zu viele zu verlieren. Hier müssen sich nur die Mutigsten im Nahkampf beweisen, hier kann man mit Wurfgeschossen kämpfen, sagen dass man dabei war und dass man seinen Teil beigetragen hat.

Das mag spöttisch klingen und nicht unter allen slaitul'hai ist es derartig. Manche starke Häuptlinge nutzen das Schwarmgeplänkel auch nur um den Gegner in eine gute Position zu bekommen oder weich zu machen, bevor man mit seinem Gefolge in den Nahkampf geht.

Slaitul'hai Speerwerfer kämpfen in gemischten Aufgeboten. Hier stehen gerüstete Gefolgsleute des Häuptlings, Bogenschützen, Jünglinge und Plänkler. Und man tut zusammen im besten Fall irgendwas Sinnvolles.

Speerwerfer tragen meist keine oder kaum Körperpanzerung und allenfalls leichte Schilde, in Halbmondform oder aus Flechtwerk. Ihre Waffen sind ein Bündel leichter Wurfspeere, die nicht für den Nahkampf geeignet sind. Mit etwas Glück hat man noch ein langes Messer oder eine Keule für die Selbstverteidigung dabei.

Unter den Klans ist diese Kampfweise verachtet, mit einer Ausnahme. Klans wollen Entscheidungen. Zur Abwehr lästiger Speerwerfer hat man Panzer und Bogenschützen (und seltener Reiterei). Nur die Zau'Skoir haben Scharen aus Speerwerfern. Aber die Zau'Skoir sind auch skurrile Kerle aus dem Süden, die keine Zuchten pflegen und ihre ushataru in die Schlacht peitschen. Sie nutzen Plänkler zum gezielten Schwächen von Stellen, damit die Lanzenträger diese ausnutzen können.

Grenadiere (Donnerwerfer)

Das Wort Grenadier ist in Jugporandor natürlich unbekannt. Aber das Wort Grenadier gehört in ein Jugporandor-Wiki. Darum ist das hier.

Donnerwerfer sind - oh Wunder - Spezialisten. Sie werden nicht als Banner von Hunderten eingesetzt, sondern als Dutzend.

Oft sind sie schwer gepanzert, denn jeder hasst Donnerwerfer. Die Körperpanzerung soll sie auch vor der Wirkung ihrer eigenen Waffen schützen. Andere agieren ungerüstet, im Wissen dass man sowieso aus der zweiten Reihe zum Einsatz kommt. Und wieder andere arbeiten in Zweiergruppen, wovon einer wirft, der andere mit zwei Schilden schützt.

Da Schießpulver furchtbar teuer ist, sind diese Truppen selten und klein, richtig eingesetzt aber tödlich.

Es gibt zwei Arten von Bomben: Sprengkugeln und Feuerkugeln.

Die Kugeln bestehen aus Ton. Sprengkugeln sind mit Metallsplittern und Schmiederesten sowie Schießpulver gefüllt. Man muss die Lunte so stutzen, dass sie nicht zu früh explodieren, aber auch nicht aufschlagen, denn dabei zerbrechen sie und können nicht mehr zünden. Eine gute Donnerkugel explodiert über den Köpfen der feindlichen Formation und kann ein halbes Dutzend verletzen und mehrere Kerle töten.

Feuerkugeln sind mit einer dicken Paste gefüllt, die einmal in Brand geraten, nicht mit Wasser löschbar ist. Sie ist noch teurer als Sprengpulver, hat aber mehrere Vorteile: Auch wenn sie zerbricht, fängt die Paste Feuer. Wer einmal anfängt zu verbrennen, um den ist es fast sicher geschehen. Attackiert man feindliche Stellungen, kann man sie damit in Brand setzen.

Die Flächenwirkung ist vergleichsweise gering, was ein Nachteil ist.

Donnerwerfer sind stolz auf ihr Handwerk und tragen aus Prestigegründen immer ein Krummschwert, immerhin kämpfen auch sie mit vollen Klauen.

Zweihandwaffen

Der Einsatz von Zweihandwaffen ähnelt dem von Schildträgern: Sie sind selten und werden meist von gut geübten Sturmtruppen in Rüstung genutzt, für Straßenkämpfe und Festungsstürme.

Ebenso - wieder eine Überschneidung - sind sie bei Häuptlingsgefolgen der Slaitul'Hai beliebt.

Folgende Zweihandwaffen werden genutzt: Stangenkeulen (Testubo-Artig); langstielige Streitkolben, zweihändige Krummschwerter und Schnitter (brusthohe Krummschwerter mit überlangem Griff, Griff/Klinge, 50/50). Unter slaitul'hai sind auch Langäxte in der Nutzung. Krolkars Garde nutzt ebenfalls Langäxte und Schlachtäxte.

Zurück zu den Klan-Truppen: Während manche Stoßtruppen lieber den guten alten Dornenschinder nutzen - wie bei den Throqush - nutzen andere wenig Stangenwaffen. Bei den Zgurogar-Veteranen sind sie sogar verachtet. Hier werden gerne Zweihandwaffen benutzt. Die Eisenschwingen der Zauskoir sind gut durchmischt. Bei den schweren Walzern der Lupgashar sind ebenfalls panzerbrechende Wuchtwaffen beliebt.

Zweihandwaffen finden auch Verwendung als Zeremonialwaffe oder als dekoratives Stück an Wachgardisten nahe des bolshak. Defacto ist aber eine zweihändige Klingenwaffe (egal ob Krummschwert oder Zweihänder) auf dem Schlachtfeld wenig vorteilhaft. Gegen Gepanzerte sind sie kaum sinnvoll und gegen Leichtgerüstete gibt es ebenfalls effizienteres (Lanzen/Glefen). Stangenkeulen und lange Streitkolben sind hingegen hervorragend um selbst den schwersten Lamellar bis zur Unkenntlichkeit zu zerbeulen - und damit wesentlich beliebter bei Schlachtfeldtruppen.

waffengattungen.txt · Zuletzt geändert: 2017/06/08 22:30 von zoshakan