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Trophäen

In einer Kultur in der Krieger stets ihre eigene Stärke präsentieren und zur Schaustellen müssen, ist es nur naheliegend, dass Trophäen einen hohen Stellenwert haben. Trophäen gelten als Zeichen von Erfolg, denn genauso wie bei Schmuck oder teuren Pelzen, kann man den Wert eines Kriegers daran ablesen.

Andenken

Andenken klingt ziemlich sentimental, was es allerdings nicht ist. Stirbt ein angesehener Ork wollen mit ihm verbundene Orks ein Teil von ihm ab haben, sei es einen Fingerknochen um den Hals oder den Kiefer am Gürtel. Dies soll Glück bringen und die Kraft des Verstorbenen auf den Träger übergehen lassen, außerdem ist es ein Zeichen der Wertschätzung, es zeigt aber vor Allem auch, dass man in direkter Verbindung mit dem Verstorbenen stand - es sagt also etwas über den eigenen sozialen Status aus. Andenken werden vor Allem von erfolgreichen Kriegern und Brüterinnen genommen.

Kriegsbeute als Trophäen

Nicht nur einzelne Individuen tragen Trophäen zur Schau, auch Einheiten schmücken sich gerne damit. Wenn ein feindliches Banner genommen wird, behält man es oftmals. Es zeigt, wen man besiegt hat und damit ist es zeitgleich eine Schmähung des Besiegten und Hervorheben der eigenen Leistung. Ähnlich ist es bei berühmten, hervorstechenden Waffen oder Panzerteilen feindlicher Kommandanten. Eine der berühmtesten Trophäen ist Krolkars linker Arm, dessen Reste nun am Banner des Eisenhasses baumeln. Oft werden solche Trophäen auch nur eine Weile lang herumgeführt und am Ende des Kriegsjahres in einer Festung untergebracht.

Trophäen als Zierde

Unter Klanorks ist dies seltener, aber Sippenorks mögen martialische Zierde. Schrumpfköpfe sind hier genauso beliebt wie Krallen, Ohren und Nasen. Meist werden die abgetrennten Teile konserviert und als Schmuckkette oder am Gürtle getragen. Ähnlich wie Andenken sollen sie die Stärke des Getöteten auf einen selbst übergehen lassen. Auch Jagdtrophäen sind beliebt, denn die Jagd wird hoch geschätzt und manche Tiere sind gefährlicher als jeder Ork. Keilerköpfe beispielsweise stellen Stangen mit Schädeln erlegter Keiler vor ihren Hütten auf, um ihr eigenes Geschick zu betonen.

Kopfzahlen und -schauen

Eine herrliche Sitte sind die Kopfschauen, wenn auch nicht immer bei Befehlshabern beliebt. Gerade unter Leichtfüßen sind sie beliebt, denn wenn das Fußvolk in geschlossener Ordnung aufeinander kracht, bleibt dafür wenig Zeit. Tötet ein Krieger einen Feind, so soll er den Kopf nehmen, dafür wird ihm Belohnung versprochen. In der Theorie klingt das einfach, praktisch ist es schon schwerer, denn wenn der Feind in die Flucht geschlagen ist, setzt man meist lieber nach um willkürlich zu töten und den Feind langfristig zu schwächen. Übereifrige haben auch schon versucht in der Schlacht Köpfe abzuschneiden und wurden dabei selbst getötet. So ist es in einigen Armeen verboten. Manche Krieger tragen extra Säcke mit sich herum, um Köpfe zu sammeln, mehr als zwei oder drei sind allerdings immer hinderlich. Mit dem Kopf soll man auch immer den Helm abnehmen und so viel Schmuck wie möglich. Nach der Schlacht wird Befehlshabern die Beute des Tages vorgeführt. Krieger die sich besonders hervorgehoben haben, bringen die abgetrennten Köpfe, angesehener Feinde und werden dafür reich belohnt. In einigen Armeen ist es auch Sitte nur den besten Kopf und Helm zu bringen und ansonsten nur Nasen zu sammeln - Nasen mit einem Stück Oberlippe. Die Bartstopeln dienen als Hinweis, dass es ein Krieger war, denn betrogen wird mehr als genug: Man tötete Troßvolk und auch Weibchen um möglichst viele Nasen präsentieren zu können. Wer einen feindlichen Befehlshaber oder Kriegshelden erschlagen hat kann leicht befördert werden und schnell zu Ruhm und Ansehen gelangen. Und Silber.

trophaeen.txt · Zuletzt geändert: 2014/03/12 14:02 von zoshakan