Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


textil-_und_lederpanzer

Textil- und Lederpanzer

Nicht jeder kann und will einen eisernen Panzer tragen. Oft werden auch nur die wichtigsten Teile, Rumpf und Kopf, von Eisen geschützt, während man den Rest anders zu schützen versucht. Aus diesem Grund gibt es leichte Panzer, die oft günstiger sind. Sie bieten weniger Schutz, aber irgendwo muss man ja einen Kompromiss eingehen.

Lederpanzer

Man sollte hier im Voraus anmerken, dass Rüstteile aus Stahlstreifen auf dickem Ledergrund, nicht hier aufgezählt werden, auch wenn ein guter Teil der Schutzwirkung vom Leder kommt. Siehe Metallpanzer. Lederrüstungen bestehen immer aus gehärtetem Leder, meist gekochtem, alles andere würde herzlich wenig Schutz bieten. Es gibt lederne Spangenhelme, die gerade bei niederen oder leichten Kriegern wie figataru, plakautaru und Leichtfüßen weit verbreitet sind. Daneben gibt es Schuppenpanzer und Lamellare. Schuppenpanzer sind flexibler, bieten allerdings wenig Schutz. Als Rumpfrüstung werden sie kaum genutzt, eher um Schultern und Oberschenkel zu schützen. Lederlamellare bieten einen besseren Schutz und sind beliebt, zumeist als Brustpanzer, aber auch hier gibt es Schulterstücke und Beintaschen. Sie werden von Leichten getragen, aber auch von Kriegern des normalen Fußvolkes, die sie zusammen mit Steppwämsen tragen. Eine Abart des Lederlamellars ähnelt Bänderpanzern, die für gewöhnlich aus Stahl sind. Hier sind sie ebenfalls aus gehärtetem Leder und dienen entweder als Schulterteile oder als Schutz für Schritt und Oberschenkel, sie sind meist wie Lamellare mit Lederschnüren verbunden.

Steppwämse

Steppwämse bestehen aus vielen Lagen vernähten Stoffes oder aber aus abgesteppten Außenhüllen in die reichlich Stoffreste gezwungen werden. Steppwämse sind meist mehrere Krallen breit dick und können unterschiedlich stark ausfallen, brauchen aber ein Mindestmaß, wenn sie ausreichend Schutz bieten wollen. Ihre geringen Kosten machen sie beliebt. Steppwämse haben die Form von Mänteln, manchmal kürzer, manchmal länger. Neben ihrer Schutzwirkung halten sie im Winter warm, im Sommer sind sie, einmal durchgeschwitzt, ebenfalls erträglich.

Verbreitung

Nicht alle Klans und Stämme haben viel Stahl und gerade niedere Krieger müssen sich oft mit weniger zufrieden geben, als sie gerne hätten. Andere wiederum verzichten auf den guten Schutz zu Gunsten geringerer Gewichtsbelastung. Man muss immer bedenken, dass Krieger selbst im Feld an neun von zehn Tagen ihren Panzer nur spazieren tragen müssen. Orkarmeen haben nur einen kleinen Troß und die Soldaten müssen die Panzer permanent am Körper herumschleppen. Also machen viele Abstriche: Kopf und Rumpf werden durch Eisen geschützt, der Rest durch leichtere Rüstungen. In ärmeren Regionen sind Stahlpanzer sehr selten, weil es dort keine großen Schmieden und Herstellungsanlagen gibt, hier tragen nur Häuptlinge und deren hohen Gefolgsleute eiserne Panzer. Die starke Nutzung von Nicht-Eisenrüstungen in solchen Regionen liegt auch an der Art der Kriegsführung: Es kommt meist nur zu Plünderzügen, Überfällen und Geplänkeln. Richtige Schlachten wo Heerhaufen auf Heerhaufen treffen sind hier selten und genau dort werden Panzer interessant. Von allen der hier behandelten Panzer sind Steppwämse die verbreitesten.

Herstellung

Die Orks von Jugporandor leben zum guten Teil von Viehhaltung, was Leder preiswert macht. Für lederne Rüstung braucht man allerdings dickes Leder, anders als bei Bänderpanzern, wo das Leder nur als Trägermaterial dient und kaum zur Schutzwirkung beiträgt. Das Leder wird gehärtet, oft gekocht, aber auch mit Wachs oder Öl behandelt, erst dadurch erhält es seine Zähigkeit. Dann werden die Platten aus Leder in Form gesägt oder geschnitten. Schuppenpanzer sind meist spitz zulaufend, während Lamellen langkantige Vierecke sind oder nahezu oval. Für diese Vorgänge braucht man keine Schmieden und kompliziertes Werkzeug, nur die Gerbereien müssen vorhanden sein. Die Schuppen werden auf eine Unterlage genäht, sei es ein Wams aus Leder oder Textil. Alternativ sind es schlichtweg rechteckige Flächen, die dann an Krägen oder Gürteln befestigt werden. Lamellare haben hingegen keinen Untergrund, sie werden gelocht und mittels ledernen Schnüren verbunden.. Bei Steppwämasen gibt es zwei Fertigungsarten: Entweder werden viele Schichten im gleichen Muster geschnitten und zusammengenäht oder es werden zwei Außenschichten zusammengenäht und abgesteppt und die Steppungen mit Resten gestopft. Sie werden mittels Riemen und Schnüren geschlossen. Bei den slaitul'hai passiert dies individuell innerhalb der Dorfgemeinschaft. Massenhaft hergestellte Panzer Klansoldaten hingegen werden in mehreren verschiedenen Größen gefertigt und sind mit Riemen verstellbar.

Schutzwirkung

Obwohl es sich um leichte Rüstungen handelt, kann die Schutzwirkung gut sein. Sie alle widerstehen Schwerthieben sehr gut und halten unsaubere Treffer ab. Zudem dämpfen Lamellare und Steppwämse auch Wuchtwaffen ab. Schuppenpanzer haben mit Abstand am wenigsten Wirkung und sind mit Stößen leicht zu durchdringen, auch gegen Wucht bieten sie wenig Schutz. Steppwämse wappnen hervorragend gegen Hiebe, aber haben Stichen wenig entgegen zu setzen. Stiche zielen hauptsächlich auf Rumpf, Oberschenkel und Kopf, weniger auf die Arme, weswegen hier oft ein Polsterwams ausreicht, da hier viele Schläge niedergehen. Hiebe treffen vor Allem auf Arme und Kopf. Gerade Lederlamellare bieten hervorragenden Schutz und es bedarf schon schwerer Treffer durch zweihändige Stiche oder Wuchthiebe, um sie zu durchdringen. Leichte Rüstungen bieten vor Allem auch Schutz gegen weiten Pfeilbeschuss. Hornbögen durchschlagen sie bald, doch gegen einfache Holzbögen bieten sie Sicherheit. Vielleicht mag die Pfeilspitze auch durchkommen und eine Fleischwunde erzeugen, tödliche Treffer sollten sich aber vermeiden lassen.

textil-_und_lederpanzer.txt · Zuletzt geändert: 2014/03/03 13:16 von zoshakan