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Schilde in Jugporandor

Die verbreitetsten Kriegswaffen sind Stangenwaffen, meist Speer oder Dornenschinder, die beidhändig genutzt werden. Trotzdem haben auch Schilde ihren Platz auf jugporandorischen Schlachtfeldern, wenn vielleicht auch seltener im Zentrum des Gemetzels. Schilde können sowohl aktive Waffen im Getümmel sein, als auch Gegenstände zur Selbstverteidigung im Alltag, zum Beispiel in messerlastigen Gassen und nicht zuletzt reine Deckung vor Lanze und Pfeil gleichermaßen.

Rundschilde

Buckler sind eigentlich auch Rundschilde, wenn wir hier aber von Rundschilden sprechen, haben diese zwei signifikante Eigenschaften: Einen Durchmesser von zwei Ellen oder mehr und eine Schildfessel aus mehreren Riemen, statt einem Einzelgriff. Rundschilde gibt es in vielen verschiedenen Bauarten: Beliebt sind mit Rohhaut überzogene Holzschilde, es gibt aber auch reine Lederschilde und gerade schwere Truppen benutzen gerne Stahlschilde. Erstere und letztere sind hervorragende Wuchtwaffen, mit dem man dem Gegner nicht nur Stöße geben oder seine Deckung beiseite drücken kann, sondern auch mit der Schildkante Kiefer einschlagen kann. Gerade sehr niedrigrangige Krieger, wie der Bodensatz der slaitul'hai, haben gerne Lederschilde, weil sie günstiger sind. Man beschmiert sie gerne mit Runen, Symbolen und obszönen Sprüchen oder wahlweise Gottesanbetungen. Zum Einsatz kommen Rundschildebei Plänklern, aber auch im gewöhnlichen Fußvolk sind sie verbreitet, dann agieren sie meist an den Flanken der Formation. Gepanzerte tragen ihre Stahlschilde, weil sie Pfeile kaum fürchten, Faustrohre hingegen schon, außerdem eignen sie sich in beengten Verhältnissen besser als Stangenwaffen, zum Beispiel beim Burgsturm oder in dichten Wäldern. Nur in seltenen Fällen werden sie genutzt, um damit richtige Formationen zu bilden, wie beispielsweise Schilddächer bei Belagerungen oder gegen Pfeilhagel. Rundschilde werden ausschließlich mit Schwertern, Haumessern und Streitkolben genutzt, nicht mit Spießen. Sie sind Gegenstände für den Kriegseinsatz und werden nicht im Alltag getragen. Bei Verhandlungen lässt man Kriegswaffen (Stangenwaffen, zweihändige Wuchtwaffen, Rundschilde, Hornbögen und Faustrohre) besser daheim, alles andere wird als Kriegserklärung gewertet.

Buckler

Buckler kommen sowohl im Alltäglichen als auch im Militärischen Bereich vor. Es sind kleine Faustschilde, mit einem Duchmesser von höchstens einer Elle. Oft bestehen sie aus Stahl, zumindest der Schildbuckel an sich, tut es auf jedenfall. Buckler haben immer einen einzigen Griff. Wer mit einem Rundschild in eine Trinkhalle geht, wird gewiss krumm angesehen, aber einen Buckler trägt man oft an die Schärpe geschnürt. Während es in vielen Städten des Alten Reiches verboten ist, bewaffnet umher zu gehen - besonders bei Nacht - wird in orkischen Gebieten jeder für dumm erklärt, der es nicht ist. Selbst in großen Festungen sollte man zumindest einen Dolch bei sich tragen. Erstens zeigt das, dass man kein Sklave ist und zweitens gibt es immer Unruhestifter. Buckler sind praktische Hilfen zum Schutz des eigenen Lebens, die sich leicht transportieren lassen. Aber auch im Krieg finden sie Einsatz. Selten kämpfen Krieger in ihrer Hauptbewaffnung mit Bucklern, es gibt aber einige Gerüstete, die sich darauf spezialisiert haben andere Gerüstete wie Dampfwalzen niederzumachen, wobei ihr Buckler nicht nur als Verteidigungshilfe dient, sondern auch als Schlagverstärker. Buckler zu nutzen ist schwerer, als einen großen Rundschild, sie bieten auch kaum Schutz vor Beschuss, aber lassen andere Möglichkeiten zu, was gerade guten Schwertkämpfern hilft. Manche Krummschwerter, Scheibenschwerter beispielsweise, werden fast nie ohne Schild eingesetzt, weil die Waffe eine geringere Reichweite zulässt und man gedeckt sein will, bis man an den Feind heran ist. Häufig werden sie im Krieg als Zweitbewaffnung getragen, so zum Beispiel bei Schützen, die sich auch im Nahkampf behaupten wollen. Auch gewöhnliche Lanzenträger haben sie oft am Gürtel, denn wenn sich in besonders verbissenen Schlachten die Heerhaufen verkeilen und es zum Handgemenge kommt, wird auf kurze Distanz mit allem gehackt und geprügelt, was man hat. Hier hilft ein Buckler, den man sich mit dem Zug an einer Schlaufe vom Gürtel lösen kann, enorm zu überleben.

Setzschilde

Setzschilde sind keine Verteidigungswaffen die man am Arm oder an der Hand trägt und aktiv nutzt, sondern tragbare Hindernisse und Deckung. Sie sind etwa zwei Schritt hoch, können aber auch mannshoch sein, in der Breite messen sie zumeist zwei Ellen, manchmal auch mehr. Damit sind sie klein als Belagerungsschilde, die extra für diesen Zweck vor Ort zusammengebaut werden, aber größer als Pavesen, wie sie menschliche Armbrustschützen tragen. Das liegt am unterschiedlichen Einsatz. Wie alle Schilde sind es nicht einfach nur Bretterkonstruktionen, denn so etwas würde starken Kriegsbögen kaum standhalten. Sie sind mit Rohhaut bezogen, oftmals noch mit Leder zum Schutz vor Feuchtigkeit. Stahlbeschlagen sind sie selten, denn dank ihrer Größe sind sie schwer genug. Setzschilde haben ein oder zwei Löcher, durch die eine Faust passt, durch diese werden kreuzförmige Pfosten gesteckt. Sie halten den Schild aufrecht, man kann sie daran aber auch tragen. Setzschilde werden ausschließlich von großen Klans eingesetzt und auch hier hat nicht jede Einheit sie. Dafür fehlen die Mittel, manche gumbultaru lehnen sie aber auch ab und für den Einsatz mancher Truppen sind sie gänzlich ungeeignet. Gewöhnliches Fußvolk trägt sie am häufigsten, um sich vor Beschuss und anderen Angriffen zu schützen. Wenn man kann lässt man sie auf Karren transportieren. Setzschilde machen eine wichtige Stellung sehr schwer nehmbar und genau darum werden sie zum Verstärken eben dieser herangezogen. Weiß eine Armee, dass sie eine Wegkreuzung, einen Pass oder eine Straße verlegen müssen, sind es gute tragbare Barrikaden. Auch wenn eine Armee weiß, an welcher Stelle sie den Feind zur Schlacht stellen kann und nur auf ihn warten muss, sind Setzschilde hilfreich. Man kann die angespitzten Tragepfähle in den Boden schlagen, um den Stand zu verbessern. Duckt man sich hinter ihnen so schützen sie gut vor Beschuss und auch beim Aufeinandertreffen der Spieße machen sie das Leben leicht, auch wenn sie bei Sturmangriffen zusammenbrechen können, aber selbst dann behindern sie den Feind. Krieger mögen sie meist nicht sonderlich, bis sie zum Einsatz kommen, denn sie sind schwer und unhandlich und eine große Bürde, sollte die Armee kein Troß haben. Im Alltag finden sie allerdings auch Gebrauch, als Tischplatten im Feldlager, als Plan für Glücksspiele, als Karte, als Ort für obszöne Schmierereien. Was ushatar eben so braucht.

schilde.txt · Zuletzt geändert: 2014/02/26 07:29 von zoshakan