Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


rituelle_kriege

Rituelle Kriege

Neben der normalen Kriegsführung, die auf Effizienz ausgelegt ist, aber oft den Tod und das Verderben vieler sein kann, gibt es auch rituelle Kämpfe. Die Kämpfe kommen wie folgt zu Stande: Haben zwei Sippen Streit, so muss es nicht immer zu langwierigem Krieg kommen oder zu Serien aus Überfällen. So etwas kostet Leben und damit Macht, lockt andere an und wenn es kein eindeutiges Ergebnis gibt haben beide Parteien keinen Gewinn daraus. Also kann man sich auf einen rituellen Kampf einigen, bei dem eine kleine Anzahl von Kriegern stellvertretend den ganzen Konflikt austrägt. Der rughplak ist eine Form davon und daraus entstanden. Beide Parteien treffen sich an einem abgemachten Ort, in Begleitung Geistlicher. Eine vorher abgemachte Anzahl von Kämpfern tritt hervor, der Rest fungiert nur als Zuschauer. Diese Vorkämpfer - das können fünf, zehn bis hin zu dreißig auf jeder Seite sein - fechten den Kampf aus, nachdem die Schamanen Tiere geopfert und somit das Auge der Götter auf diesen Platz gelenkt haben. Die Verluste können erstaunlich gering sein, aber es kann auch bis zum letzten Mann gehen, bei ernsten Angelegenheiten. Trotzdem kommen beide Sippen glimpflich davon, auch wenn ihnen alle zehn Krieger verloren gehen. Verlierer werden nicht zwingend getötet, denn sie machen gute Sklaven. Wenn Krieger ein Mindestmaß an Rüstung haben, ist es auch schwer sie mit einem Angriff zu töten, was dem Gefangenen machen entgegen kommt. Oft werden Verwundete einfach versklavt oder der Gegenseite wieder zum Abkauf angeboten.

Kurzfassung. Die rituellen Kämpfe unterscheiden sich also in folgenden Punkten:

  • Mangel an Strategie und Taktik
  • verhältnismäßig geringe Verluste
  • religiös organisierter Hintergrund
  • Vorkommen ausschließlich bei Sippenorks

Wortbruch

Rituelle Kämpfe sind von den Göttern gesegnet und geschützt, das hält aber Orks nicht davon ab, zu betrügen. Es kam schon vor, dass die ganze Kriegerschaft einer Sippe einem rituellen Kampf zugesehen hat, während die Gegenseite ungeschützte Dörfer plündern ließ. Oder aber es kommt zu Massakern, wenn zum Beispiel die eine Seite ihre dreißig besten Krieger und einen Haufen Zuschauer zu Kämpfen bringt, der Rest aber seine volle Mannstärke. So etwas wird natürlich von den Göttern verflucht und die anderen Sippen werden so einem Haufen nie wieder trauen, aber das ist manchen Häuptlingen es wohl wert.

rituelle_kriege.txt · Zuletzt geändert: 2014/03/03 07:26 von zoshakan