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rechtssprechung

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rechtssprechung [2014/03/01 19:13] (aktuell)
zoshakan angelegt
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 +===== Rechtssprechung =====
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 +Schwarzblüter haben ein einfaches und effizientes Rechtssystem,​ das sich zwischen Klans und Sippen nur gering unterscheidet,​ im Bezug darauf wer wen verurteilt. In Klans ist es grundsätzlich so, dass der jeweilig nächste gumbultaru Recht spricht, das heißt im Streit zwischen Soldaten ist es der mau'​rung'​kar,​ im Streit zwischen mau'​rung'​karu der maubûrdan und so weiter. Im zivilen Bereich haben die Peitscher und Aufseher die Autorität. Kommt es zu einem Verbrechen zwischen zwei Orks desselben gumbultaru, so obliegt die Entscheidung alleine ihm. Wenn allerdings zum Beispiel ein Krieger der Klingenhäute beim Würfelspiel von einem Krieger der Rabenpfeile betrogen wird und ihm einen Dolch durch den Hals rammt, gibt es ein Problem, da sie unterschiedlichen Herren unterstehen. Dann wird eine höhere Autorität hinzugezogen.
 +Bei den slaitul'​hai Sippen ist es ähnlich: Gewöhnliche Gefolgsleute besitzen unter Umständen Sklaven, Weibchen und Welpen, nennen sogar Vieh ihr eigen, wenn dieses angetastet wird vom Besitz eines anderen Gefolgsmannes,​ muss meist der Häuptling als Entscheidender heran. Schlagen sich aber zwei Sklaven des selben Herren, so kann dieser frei entscheiden.
 +Die Fälle werden aufgeführt,​ beide Seiten angehört, sollte es Beweise geben - was in einer Welt ohne Fingerabdrücke selten der Fall ist - werden sogar diese herangeführt. Auch Zeugen können sich melden. So viel Aufwand gibt man sich allerdings nur bei Fällen die es Wert sind. Wie schwer das Wort eines Orks wiegt, hängt von seinem Stand ab und genauso beeinflusst der Stand das Strafmaß. Wenn ein Sklave einen betrunkenen Krieger ausraubt wird er vermutlich hingerichtet,​ wenn ein gajutar einen anderen besoffenen Krieger ausraubt, muss er vielleicht mit Strafsilber und Schlägen rechnen.
 +Wichtig ist dass man die Rechtssprechenden überzeugt, denn ihre Entscheidung zählt. Bei schwer zu entscheidenden Fällen werden auch die Meinungen anderer angesehener Individuen herangezogen. ​
 +Verurteilung und Strafe folgen meist dicht beieinander,​ wobei es diverse Richtlinien gibt. So soll das Urteil immer doppelt so hart sein wie die Tat, einmal zum Ausgleich und dann noch einmal als Strafe. Dies passiert, wie erwähnt, nur wenn beide Streitenden gleich viel wert sind in der Stellung. Ist der eine wesentlich höher, fällt die Strafe gering aus oder der Rechtsstreit wird gar nicht erst angefangen.
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 +===== Strafarten =====
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 +Gefängnisstrafen sind unbekannt. Schwarzblüter würden niemals jemanden nutzlos herumsitzen lassen. Für leichte Vergehen gibt es einfache Prügel, Enteignung und Ausgleichzahlungen. Gerade Soldaten sind hier oft betroffen, da ihre verwegene Art ständig über die Stränge schlägt und sie sich mit ziemlicher Sicherheit daneben benehmen. Bei leichten Strafarten wird darauf geachtet, dass der Verurteilte in seiner Produktivität nicht eingeschränkt ist. Soldaten sollen weiter kämpfen können, Arbeiter weiter schufften
 +Diese Strafen erfolgen für geringe Vergehen wie Prügeleien ohne den Einsatz von Stahl, das Schänden von Sklavinnen, Diebstahl von Kleinigkeiten,​ überzogenes Glücksspiel oder das Töten von Katzen.
 +Das nächste Strafmaß ist schon für schlimme Vergehen, die aber für die Hinrichtung nicht ausreichen, zum Beispiel Messerstechereien ohne Schwerverletzte,​ schwerer Raub an jemanden von Wert, Einschlafen auf Wache in Friedenszeiten,​ das Schänden von Soldatinnen und so weiter. Solche Vergehen werden härter bestraft - der Täter wird leiden und nicht ohne Schäden davon kommen, aber noch diensttauglich bleiben: Ihm werden Knochen gebrochen, Krallenglieder abgeschnitten,​ Ohren, Lippe oder Nase. Auch die Entmannung ist eine gern genutzte Strafe. Man kann auch degradiert oder gänzlich enteignet werden.
 +Für schwerere Vergehen wird man in der Regel kurz und bündig umgebracht, meist durch den gumbultar selbst. Wer auf Wache einschläft,​ Kriegsmaterial unterschlägt und schmuggelt, sich an Brüterinnen vergeht oder einen anderen Ork von Wert niedersticht. Diese Art der Strafe ist vielleicht schlimm, aber wenigstens schnell vorbei, doch es gibt noch den Pfahl.
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 +===== Der Pfahl =====
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 +Den Pfahl gibt es nur in großen Festungen. Den Pfahl darf auch nicht jeder Rechtssprechende anwenden, hierzu muss man zum höchsten des Lagers, mindestens aber einem maugoth/​Großaufseher. Der Pfahl ist ein schlichter Holzpfahl, der an einem öffentlichen Platz in den Boden getrieben ist. An ihm befinden sich zahlreiche Ketten und Runen. Um an den Pfahl zu kommen, muss man sich schon des Klanverrats schuldig machen oder einen gumbultaru angegriffen haben. Der Verurteilte wird an den Pfahl gekettet und ihm werden Knie und Ellbogen zertrümmert,​ danach martert man ihn über Tage und Wochen und versucht ihn zeitgleich möglichst lange am Leben zu behalten. Es ist jedem - sogar Sklaven - erlaubt den Verurteilten zu quälen. Verboten ist aber ihn zu töten. Dies kann selbst zu schweren Strafen führen.
 +Der Pfahl ist aus zwei Gründen besonders schlimm: Erstens wegen der tage- und wochenlangen Qualen, zweitens weil man dem orkischen Glauben nach als Pfahlverurteilter nicht wiedergeboren wird, sondern von Ashthu ins Ewige Schwarz gestoßen wird, um dort für alle Zeiten gemartert zu werden.
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 +===== Schlichtergerichte =====
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 +Hat ein Klan in einem Gebiet die Vormachtsstellung,​ so sind kleinere Fraktionen ihm meist tributfplichtig. Dafür verspricht er Schutz und Ruhe. Aber Sippen sind eben nicht nur Viehzüchter,​ sondern immer auch Viehdiebe und so kommt es immer wieder zu Reibereien, aus diversen Gründen. Vieh ist ein Hauptgrund, es können aber Jagden im Gebieten des anderen sein, Prügeleien,​ Raub oder das Verbuddeln von Welpenleichen in der Nähe von Dörfern. Die Schutzgebenden müssen in so einem Fall Recht sprechen, um einerseits ihre Stellung zu wahren, Macht zu demonstrieren und Schlimmeres zu vermeiden. Dies sind sehr verhasste Aufgaben, denn hierbei sollte man keinen Stamm vollkommen verärgern. Man wird es aber nie allen Recht machen können. Meist werden Ausgleichszahlungen befohlen, manchmal sagt der Rechtssprechende auch, dass man keine eindeutige Entscheidung fällen kann und die Wiedergutmachung wird aus den Klanbeständen gezahlt. Ebenso beliebt ist der rughplak als Urteil, so dass sich die Vorkämpfer der Streitparteien duellieren, um die Götter zu befragen wer im Recht ist. 
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rechtssprechung.txt · Zuletzt geändert: 2014/03/01 19:13 von zoshakan