Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


krummschwerter_kurzschwerter_schwertlanzen_klingenwaffen

Jugporandorische Klingenwaffen

Hier geht es um Klingenwaffen mit einer Klingenlänge von einem Unterarm und mehr und einer Schaftlänge von höchstens einem Schritt, ergo nicht um Dolche und nicht um Stangenwaffen.

Haumesser und Kurzschwerter

Diese beiden Vertreter der Klingenwaffen sind wohl die mit Abstand häufigsten. Sie haben eine Gesamtlänge von weniger als einem Schritt, manchmal kaum länger als ein Unterarm. Der Unterschied zwischen Haumesser und Kurzschwert ist der, dass letzteres gebogen ist und ersteres nicht. Haumesser sind bei slaitul'hai verbreitet und ein Alltagsgegenstand. Sie sind oft aus billigem Eisen, wobei sie nur einseitig angeschliffen sind und die Rückseite T-artig endet, zur Stabilisierung der Klinge, während nur der vordere Teil aus Stahl und gehärtet ist. Sie verfügen über keinen Handschutz, außer vielleicht der breiten Unterkante der Klinge. Offensichtlich sind es keine Waffen die zum wirklichen Fechten genutzt werden sollen. Manchmal werden sie in Kombination mit Bucklern oder Schilden geführt. Ohne diese ist der Kampfstil nicht darauf ausgelegt zu parieren. Man nutzt Gegenschläge und versucht so die feindlichen Angriffe zu unterbrechen, anstatt abzuwehren, was keine leichte Angelegenheit ist. Meist läuft es auf ein wildes Hauen und Stechen heraus.

Kurzschwerter sind gebogen und können von genauso schäbiger Qualität wie Haumesser sein, auf der anderen Seite haben auch hohe Kriegsherren der Klans Kurzschwerter und diese werden aus vorzüglichem Stahl sein. Genauso wie lange Krummschwerter haben sie meist einen Handschutz und seltener eine Knaufscheibe (mehr dazu unter Krummschwertern). Kurzschwerter sind eher bei Klansoldaten im Gebrauch und ein Zeichen gewissen militärischen Ranges und Selbstverständnisses. Auch sie werden oft mit Bucklern zusammen geführt und einfach in die Schärpe gesteckt getragen.

Krummschwerter

Der Übergang zwischen Krummschwert und Kurzschwert ist fließend, es ist bei Klans allerdings nur ushataru und Höheren (auch zivilen) erlaubt, Krummschwerter zu tragen, die eine Länge von einem Schritt übersteigen. Somit ist das Krummschwert ein Statussymbol. Zu Recht, denn Krummschwerter ab dieser Länge werden nur von guten Schmieden gefertigt und sind dementsprechend wertvoll. Es gibt billige Haumesser und auch Spieße, aber selten ein schlechtes Krummschwert. Auch bei den slaitul'hai sind Krummschwerter ein Zeichen hohen Ranges. Die Waffen sind einseitig geschliffen und die Breite und Länge hängt vom Träger ab. Krummschwerter verfügen über einen Handschutz und können reich verziert sein. Es gibt im Prinzip zwei Arten einhändiger Krummschwerter: Gewöhnliche und sogenannte Scheibenschwerter. Letztere haben am Heftende eine breite Metallscheibe. Dieses Detail macht einen gewaltigen Unterschied aus. Durch die Scheibe kann man sein Handgelenk nicht neigen, es verhindert also, dass Krieger lange und aus dem Unterarm geführte Hackbewegungen ausführen, stattdessen ist die Reichweite etwas kürzer, aber bei jedem Hieb kommt es wirklich zu einem schlitzenden Schnitt. Man tauscht also etwas an Reichweite und Geschwindigkeit gegen erheblich größeren Schaden. Scheibenschwerter kommen vor Allem im Süden und Osten Jugporandors vor. Dort sind Ringhemden und Polsterwämse als Stand-Alone-Rüstung verbreiteter und die brutalen Schnitte können hier durchdringen. In Nordjugporandor, wie zB die Throqush, hackt und sticht man eher wild und verwegen, als kontrolliert und gut. Für Gepanzerte führt man Kriegskolben mit sich.

Zweihändige Klingenwaffen

Hier gibt es ebenso zwei Typen: zweihändige Krummschwerter und Schwertlanzen. Beide sind selten und sehr kostspielig. Erstere sind mächtige Waffen, bei denen ans Heft genau zwei Klauen nebeneinander passen. Je nach Nutzer sind sie verschieden breit und lang, ansonsten ähneln sie aber einhändigen Krummschwertern. Scheibenknaufe gibt es hier nicht. Diese Schwerter sind oft stark verziert, mit Quasten und Messingbeschlägen oder Horneinlegearbeiten, gerade wenn es eher Prunkgegenstände als Waffen sind. Schwertlanzen haben einen Schaft von bis zu einem Fuß Länge und meist eine vergleichbar lange Klinge. Diese kann sowohl gerade, als auch krumm sein, meist ist sie aber gewölbt, für schrecklichere Hiebe. Genauso wie zweihändige Schwerter können Schwertlanzen stark verziert sein. Gott Ashthu trägt den Sagen nach eine Schwertlanze und die Waffe gilt als Befehlssymbol des Befehlshabers der Armee von Jugolugh.

Bedeutung

Klingenwaffen sind, entgegen Meinung mancher Ahnungsloser, eines nicht: Große Schlachtfeldwaffen. Es gibt prinzipiell keine Einheit, die ausschließlich mit solchen bewaffnet ist oder in denen sie gar auch nur überwiegen, sieht man einmal von Spezialisten wie Tunnelkämpfern ab. Zweihandschwerter und Schwertlanzen sind seltene Waffen, die höchstens von Veteranen, Offizieren oder vereinzelten Gardisten getragen werden. Sie kommen nie in großer Zahl zum Kriegseinsatz. Alle anderen der Klingen werden als Beiwaffen getragen, d.h. Die Krieger kommen darauf zurück, wenn ihr Hauptwaffe zerbricht oder verloren geht oder es zum Handgemenge kommt. Das soll nicht heißen, dass Klingenwaffen schlechte Mordinstrumente sind – das Schlachtfeld ist einfach nur die Umgebung in der andere stärker sind, z.B. Stangenwaffen die in Gruppen genutzt werden können. Unter anderen Bedingungen kommen sie häufiger zum Einsatz: Militärisch bei Burgerstürmungen oder Straßenkämpfen oder wie erwähnt als zweite Wahl. Aber bei anderen Einsätzen sind sie gerne gesehen: Leibwächter tragen sie in engen Gassen, Sklavenjäger wenn sie Entlaufene verfolgen, denn hierbei stört ein schwerer Spieß nur. Wenn es unter Machthabern in Ortschaften zu Auseinandersetzungen kommt. Auch der rughplak ist ein nicht zu unterschätzender Einsatzort und hier wird wieder gezeigt, was für ein Statussymbol die Waffe ist. In all diesen Momenten werden Klingen gezogen und zum Einsatz gebracht.

Techniken

Bei sechs verschiedenen Waffen, etlichen unterschiedlichen Nutzern und Situationen ist es natürlich schwer sich über Techniken auszulassen und alle zu erfassen. Ganz zu schweigen von den verschiedenen Ausbildungsarten und -stilen. Die Zweihandwaffen sind für Gardisten und erfahrene Krieger bestimmt, sie werden also meisterlich geführt. Gerade wenn man gegen Stangenwaffen kämpft braucht es Mut, Können und Entschlossenheit um sich an den Feind heran zu arbeiten. Manche Stile setzen auf das Gegenschlagen, statt parieren, andere wehren ab und lassen Konter folgen. Die Träger der anderen Waffen variieren ihn ihrer Qualität stark. Geborene und aufgezogene ushataru lernen auch den Umgang mit dem Krummschwert, zagstauntaru oder slaitul'hai haben hier aber meist nur ein rudimentäres Wissen und so wird es ein wildes Hacken und Stoßen – was nicht minder gefährlich ist. Der Unterschied zwischen Scheibenschwert und gewöhnlichem wurde bereits erläutert. Für erstere braucht man erheblich mehr Übung. Die einhändigen Klingen kommen alleine zum Einsatz, zusammen mit Bucklern, Schilden, Dolchen oder, z.B. bei einem nächtlichen Überfall in der Gasse, mit dem Umhang in der linken Klaue. Je nach Region gibt es wieder andere Ausbildungsarten. Da Schwerter auch von Schildträgern genutzt werden, die militärisch bei den Lanzenträgern vereinzelt untergemischt sind, werden geeignete Rekruten hierhin geschult. Leichtfüße werden für einen beweglicheren, freieren Stil geübt, Dreckschläfer für eine kräftesparenden, direkten Kurzwegigen.

Wirkung

Die Wirkung einer Klinge hängt nicht nur von der Rüstung des Getroffenen ab, sondern auch stark von der Technik des Klingenführers ab. Ein Hacken und sei es noch so stark, wird nur eine verhältnismäßg harmlose Wunde erzielen. Gerade im hastigen Handgemenge kam es schon vor, dass ein Krieger mit gut ein Dutzend kleinen Schnitten, Fleischwunden und sogar Stichverletzungen davon kam und überlebte. Der saubere Zug- oder Schiebeschnitt eines Scheibenschwertes oder einer Schwertlanze kann hingegen einen Arm abschlagen. Solche Verletzungen erscheinen meist im Einzel- oder offenen Kampf. Im Schieben und Drücken zweier Einheiten ist dafür kein Platz und Zeit. Dafür wird hier reichlich gestochen. Klingen haben wenig Chancen gegen Rüstungen, Stiche können sie aber mit unter durchschlagen oder punktgenau umgehen (Achsel, Hals, Schritt). Einhändige Hiebe, es sei den von Scheibenschwertern, scheitern zumeist an aller nennenswerter Rüstung über dem Steppwams. Mit Glück durchdringt man ein Schuppenhemd. Bei Stichen hat man hier schon mehr Erfolg, sie können selbst durch eine Brünne Schaden anrichten. Anders hingegen bei steifen Panzern, wie Lamellen oder Stahlbändern. Hier kann vielleicht ein zweihändiger Hieb eine Rippe brechen oder man kann mit viel Hass und beiden Klauen einen Stoß hinein treiben, in den meisten Fällen führt es allerdings zu keinem nennenswerten Effekt. Der Mangel an panzerbrechender Wirkung und Reichweite stellt die Waffe auf dem Schlachtfeld in die zweite Reihe, dabei darf man die Schnittwunden nicht unterschätzen und auch manch guter Lanzenträger hat schon einen tiefen Schlitzer durch die Fratze gekriegt. Tiefe Schnittwunden sind schlimm, ganz gleich ob Orks zähe Burschen sind, denn sie führen zu einem schnellen Ausbluten und Entkräften und außerdem zu vielen Infektionen, wobei zum Beispiel ein paar hässliche Knochenbrüche durch Kriegskolbentreffer auf Arme und Beine weniger ausmachen.

krummschwerter_kurzschwerter_schwertlanzen_klingenwaffen.txt · Zuletzt geändert: 2014/02/14 23:39 von najat