Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


kriegspriester_von_dhurgaamp

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

kriegspriester_von_dhurgaamp [2019/06/12 14:25] (aktuell)
Zeile 1: Zeile 1:
 +====== Kriegspriester von Dhûrgaamp ​ ======
 +
 +Glaube war schon immer ein mächtiges Mittel der Manipulation,​ vor Allem bei einem geradlinigen,​ nicht hinterfragenden Volk wie dem der Orks. So ist es wenig verwunderlich,​ dass religiöser Fanatismus in Zeiten der Not ausreicht, ein eigenes Reich zu gründen. Dies sind die Kriegspriester von Dhûrgaamp.
 +
 +==== Geschiche ====
 +
 +Wie lange das Reich schon besteht ist fraglich. Manche sagen seit dem Blutkrieg, als sich die Kriegspriester los sagten und den Letzten Krieg ausriefen. Aber diese wahnsinnige Horde war nicht das Reich, wie es heute besteht, denn dazu fehlten jegliche Ansätze der Organisation. ​
 +
 +Treffender ist das Jahr 9 n.d.U., denn in diesem Jahr kam es zur Sonnenfinsternis und Narbugud, der Auserwählte,​ wurde von den Göttern gesandt (oder auch nicht). Er wurde von den geistigen Führern aller Kriegshorden anerkannt und ist seitdem der Herr der gulshataru. Er war es auch, der eine rudimentäre Organisation eingeführt hat.
 +
 +Seine erste Amtshandlung war natürlich äußerst martialisch. Narbugud, ehemals ein Befehlshaber und damit kriegserfahren,​ schickte seine Horden in alle Himmelsrichtungen aus, nicht etwa mit einem bestimmten Ziel, sondern weil sie gesammelt und ohne Logistik sich gegenseitig gefressen hätten. Diese erste Aktion mochte vielen das Leben kosten, aber zeitgleich brachte sie Beute, denn Narbugud änderte das Vorgehen von hirnfreier Zerstörung zu einem Plan. 
 +
 +==== Herrschaftsform ====
 +
 +Narbugud gilt als direkter Gesandter der Götter. Er hat das Vorrecht der weltlichen, militärischen und religiösen Führung. Kommen die gulshataru in ein Dorf, so wird der Häuptling vor die Wahl gestellt zu folgen oder zu sterben. Folgt er, wird er zum gulshatar ernannt und behält seine Führung. In allen Siedlungen gibt es einfache Anführer und nur die Kriegshorden werden getrennt geführt. Sie haben jeweils einen militärischen und einen geistlichen Führer, die Narbugud persönlich einsetzt. ​
 +Unterhalb dieser schlichten Führungsebene gibt es nur den Stand der gulshataru und der Erwählten. Die Kriegshorden sind oft von nicht zu vernachlässigender Größe von mehreren hundert bis tausend Mann. Doch bedarf es dank der fanatischen Kriegspriester keiner Unterführer. ​
 +
 +==== Gesellschaft ====
 +
 +Die Gesellschaft besteht aus den wenigen ausgewählten Anführern Narbuguds, einer recht großen Zahl Kriegspriestern und der rauen Menge an Erwählter. Erwählte sind schlichtweg alle Mitglieder des Reiches, die keine Kriegspriester sind. Sklaven gibt es nicht, jedoch lebt man unter sklavischen Bedingungen. Nehmen die gulshataru ein Dorf, so werden vier von fünf Männchen zur Arbeit verpflichtet. Der fünfte darf dem Heer dienen. Da es auch eine Horde gibt die Scaragru gewidmet ist, haben auch Weibchen die Chance auf einen Dienst. Dazu müssen sie sich im Gebiet der richtigen Horde freiwillig melden und ein Männchen im Kampf umbringen.
 +Der Rest arbeitet unter schlichtesten Bedingungen:​ Alles was nicht zum Überleben notwendig ist, kommt in zentrale Heerlager. Diese überwachen und kontrollieren die Regionen. ​
 +Welpen werden nur mit den gulshataru gezeugt. Alle Vergehen werden mit dem Tode bestraft. ​
 +Im Heerlager wird kaum ausgebildet. Man fasst die '​Erwählten'​ zusammen und schickt sie ins Feld.
 +Diese, für jugporandorische Verhältnisse,​ scheinbar recht egalitäre Gesellschaftsstruktur,​ verleitete schon den ein oder anderen aus den niederen Schichten der jugporandorischen Großklans zur Flucht in die Gebiete der gulshataru, um sich diesen anzuschließen. Daraus erklärt sich zum Teil der große Zulauf zu den gulshataru.
 +
 +==== Wirtschaft ====
 +
 +Die Wirtschaft der Kriegspriester ist so erbärmlich,​ dagegen sind [[trollblueter|Trollblüter]] reich. Man hat aus religiösem Grund allem weltlichen Schmuck und Luxus entsagt. Die Dörfer sorgen nur für genug Fressen, stellen grobe Stoffe und mittlerweile sogar wieder Waffen her - vor Allem Spieße und Glefen. Panzermacher gibt es keine, dafür fleißige Weibchen, die Stoffbahnen mit Runen besticken. Diese wickeln sich Krieger um Hüfte und Bauch, damit sie durch Gunst der Götter vor Pfeil und Lanze schützen. ​
 +Da es kaum nennenswerte Münzbestände und das Reich über keine ausgebauten Minen verfügt, basiert der sowieso spärliche Handel bei den gulshataru noch stärker als in anderen jugporandorischen Gebieten auf Naturalien- und Tauschgeschäften,​ was die erbärmlichen Lebensumstände weiter erschwert.
 +==== Religion ====
 +
 +Die Kriegspriester glauben, wie könnte es anders sein, an die Neun Götter und die Eisernen Hallen. Dabei verehren sie diese fanatisch und voller Hingabe. Da es keine apodiktischen religiösen Schriften gibt, werden die Eigenschaften der einzelnen Götter verschieden ausgelegt und verehrt. So gibt es beispielsweise eine Kriegshorde die Pakmikar anbetet und zur Verehrung immer komplett nackt unterwegs ist. Andere sammeln Häute oder behängen sich mit verwesenden Leichenteilen. Hautbilder und Skarifizierungen sind an der Tagesordnung. ​
 +Im Unterschied zum '​normalen'​ Glauben, denken die Kriegspriester,​ dass die letzte Schlacht gegen die Rotblüter unmittelbar bevor steht und die letzten Tage (oder Wochen oder Jahre) der Welt gekommen sind. 
 +Kriegspriester kann man auf viele verschiedene Arten werden, eine vorgeschriebene gibt es nicht. Meist ist es durch militärischen oder zumindest martialischen Erfolg zu verdanken. Andere verlangen die notwendige Hingabe.
 +Um Kriegspriester zu werden, muss man sich nicht wie ein '​richtiger'​ Priester mit den Göttern auskennen, sondern nur bei jedem Atemzug ihren Namen auf den Lippen haben. ​
 +
 +==== Militär ====
 +
 +Die Kriegshorden sind riesig und schäbig ausgebildet. Im Gegensatz zu anderen Armeen macht man keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Truppenarten. Die gewöhnliche Schar besteht aus vielen Erwählten, durchsetzt mit richtigen Kriegspriestern. Andere besondere Truppen bestehen ausschließlich aus gulshataru. Es gibt gulshataru die sich einzelnen Göttern gewidmet haben und diese stechen in Kampfweise und Ausrüstung hervor. So gibt es Wolfsreiterinnen,​ Trolltrieber,​ sogar eine Schar Gepanzerte. Doch das sind wenige unter tausenden. Die gewöhnlichen Erwählten kämpfen eher aus Furcht vor den eigenen Herren, als aus religiösem Fanatismus. Sie wollen überleben. Dabei sind sie immerzu schlecht ausgerüstet. Panzer gibt es nur wenige erbeutete und die meisten kämpfen mit Haumessern, Keulen, Spießen und Holzfälleräxten. Seitdem Narbugud die Herstellung von Waffen organisiert hat, ist die Zahl der Speere in die Höhe gegangen.
 +Die Kriegspriester bilden nicht die Masse, aber das Rückgrat der Truppe. Ihre beliebteste Waffe ist die Glefe.
 +In der Schlacht setzt man auf verschiedene Taktiken: Man ist sich des eigenen Auftretens bewusst und versucht den Feind durch Sturmangriffe in die Flucht zu zwingen. Außerdem haben die Horden eine Masse, so dass man stets versucht den Feind zu überflügeln. Solange genug gulshataru in Horden sind, nutzen sie Wellenangriffe,​ bei denen man sich nicht auf lange Schlagabtäusche einlässt, sondern so viele Angriffswellen auf den Feind wirft, bis dieser zermatert ist. Sind die Kriegspriester gefallen, so sinkt die Moral abrupt und die slaitul'​hai fallen in ihre Gewohnheit von Schwarmangriffen zurück. ​
 +Strategisch sind sie mittlerweile nicht mehr auf reine Zerstörung gepolt. Narbugud will eine wirtschaftliche Basis, damit ihm die eigene Armee nicht verhungert. Dafür besetzen sie slaitul'​hai Siedlungen und bringen einen rauen, armen Frieden voller Gottesanbetungen. Was er danach plant weiß man nicht; vermutlich alles und jeden töten. ​
 +
 +==== Beziehungen ====
 +
 +Diesen Absatz kann man sich sparen. Alles, was nicht Narbugud dient, ist sein Feind. ​
 +
 +
  
kriegspriester_von_dhurgaamp.txt · Zuletzt geändert: 2019/06/12 14:25 (Externe Bearbeitung)