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figatar

Figataru

Nicht alle Orktruppen sind professionelle Soldaten, die in erster Linie als Krieger dienen. Viele schwächere Fraktionen können es sich gar nicht leisten große Verbände aus Kriegern zu halten, die nichts zum Lebensunterhalt beitragen. Große Klans setzen figataru als unterstützende Einheiten für nebensächliche Aufgaben ein. Figataru verrichten diverse Dienste, während die Vollzeitsoldaten Krieg führen.

Übersetzung

Figtaru heißt so viel wie „Drecksoldat“ oder besser übersetzt „minderwertiger Krieger“. Besser wäre wohl das Wort Milizionär oder Arbeitersoldat.

Aufgaben

Die Aufgaben der figataru sind mannigfaltig, haben aber wenig mit Krieg zu tun. Ihre Hauptaufgabe ist es die Sklaven und Arbeiter ruhig zu halten. Dafür gibt es Schlüssel, die sich je nach Region unterscheiden können. In Kerngebieten können auf einen figataru 10 oder 15 Sklaven kommen. Dank der hier vorherrschenden Macht sind Aufstände sehr unwahrscheinlich. In Randregionen, wo sich aufständische Sklaven eventuell in die Wildnis durchschlagen könnten kommen auf jeden figatar mitunter nur 5 Sklaven. Neben der Sklavenbewachung befassen sich die figataru auch mit Wegelagerern. Zu guter letzt können sie zur Verteidigung der Provinzen herangezogen werden, sollten sie angegriffen werden. Hierbei dienen sie zur Verteidigung von Schlüsselpositionen und gegebenenfalls um Armeen mehr Masse zu verleihen. Sie bewachen Nachschubszüge und helfen beim Plündern. Zum richtigen Kriegseinsatz eignen sie sich herzlich wenig.

Organisation

Die figataru unterstehen den Aufsehern, also dem zivilen Arm der Hierachie. Es gibt in jeder Provinz etwa genauso viele Milizsoldaten wie richtige Krieger. Die figataru-Garnisonen sind je nach Größe eines Arbeiterlagers verschieden stark. Sie werden aus den Reihen der Arbeiter rekrutiert. Hierzu werden besonders starke und loyale Individuen herangezogen. Der Eintritt bei den figataru kann zu einer Laufbahn als Krieger führen, denn wenn Rekruteure in ein Arbeiterlager kommen, sehen sie sich auch die Milizwachen an, um zu sehen, ob es geeignete Rekruten für die zagstauntaar-Laufbahn gibt. Figataru sind eingeteilt in 3 Auswahlen, wobei die 1. Wahl die fähigsten sind und die 3. Wahl das letzte Geschmeiss. Es gibt keine festen Einheiten wie bei ushataru. Im Kriegsfall werden Meldefeuer angezündet und Botenreiter ausgeschickt. Je nach Bedrohung wird eine oder mehrere Auswahlen herangezogen. Die ausziehenden figataru sammeln sich an vorher ausgemachten Punkten. Sie unterstehen zumeist Peitschern oder Aufsehern mit Kriegserfahrung, können aber auch ushataru unterstellt werden, die dann zeitweise Befehlsgewalt erhalten.

Ausrüstung und Lebensumstände

Die Stelle als figatar ist begehrt, denn man erhält damit eine gewisse Macht. Man kann andere herumschubsen und wird selbst von weniger anderen herumgeschubst. Die Aufseher wollen loyale, motivierte Arbeitersoldaten und darum erhalten diese gewisse Begünstigungen. Sie erhalten die besten Rationen, gute und warme Schlafplätze, ab und zu Silber und Schnaps. Nur die Aufseher selbst sind für die Ernennung von figataru zuständig. Neben loyalen und starken Arbeitern werden auch gerne versklavte Kriegsgefangene ernannt, deren Loyalität man sich im Nachhinein erkauft. Die Ausbildung der figataru ist äußerst rudimentär. Einmal im Mond haben sie offiziell einen Tag mit Waffenübungen zu verbringen. In ruhigen Zeiten arbeiten die figataru selbst, wie die anderen Arbeiter des Lagers. Ihre Ausstattung kann massiv schwanken, die Machthaber kommen nur für die Ausrüstung der 1. Wahl auf. Diese besteht aus Speeren, Steppwämsen und Lederhelmen. Teilweise geht die Ausrüstung durch Korruption verloren. Die Arbeitersoldaten behelfen sich mit den Resten von Schlachtfeldern, was in Zeughäusern gesammelt wird. Im schlimmsten Fall ziehen sie nur mit Holzfälleräxten ins Feld. Genauso wie ushataru haben sie eine Schärpenfarbe: Sie tragen braune Schärpen mit einem roten Streifen darauf.

Weitere Verwendung des Begriffes

Im bisherigen Text stand figatar ausschließlich für eine Art Milizsoldat. Doch gemäß der direkten Übersetzung steht es ja einfach nur für einen schäbigen Soldaten. Es wird also oft auch in einer weiteren Bedeutung benutzt und zwar für niedere Soldaten wie zum Beispiel Zwangsrekrutierte oder nargothar, eben die armen Kerle, die mit einem Speer in den Klauen und ohne nennenswerten Schutz versuchen ein besseres Leben zu erkämpfen.

figatar.txt · Zuletzt geändert: 2014/09/29 15:52 von prakhum