Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


die_fuenf_lanzen_von_jugporandor

Die sechs Lanzen von Jugporandor

Stangenwaffen in allen möglichen Formen und Arten sind von unüberschätzbarer Wichtigkeit, nicht nur für das jugporandorische Militär. Da Kriegsführung der Lebensinhalt der Klans ist, haben sie sich auch einen enormen gesellschaftlichen und kulturellen Wert erarbeitet. Darum hier erst einmal der Tagesablauf eines gemeinen ushatars namens Karshok, wobei nur alle Ereignisse erwähnt werden, die Lanzen in irgendeiner Form beinhalten.

Unterhalb der IT-Geschichte folgen wie immer OT-Fakten.

Karhoks Tag voller Lanzen

Zwei Fässer vor Morgengrauen: Karshok erwacht in der Garnison, er steht auf und wirft sich seinen Umhang über, nimmt sich sein Krummschwert. Beim Herausgehen sieht er zwischen den Dachbalken einige Speere verstaut. Er geht hinaus, um eine alte Wettschuld einzulösen: Beim Würfelspiel verloren und weil er die Münze nicht zahlen konnte, übernimmt er die Hundswache eines Waffengefährten. Auf den Wehranlagen angekommen, stehen zwei Wachen eng an einem Feuer. Es ist bitter kalt. Sie stützen sich auf ihre Waffen. Der eine trägt die übliche hashat, den Dornenschinder. Karshok löst einen der beiden ab. Er steht Wache, die Sonne geht langsam auf. EIne Morgenstreife verlässt die Garnison. Drei von vier davon tragen Dornenschinder. Bald kommt etwas mehr Lebens in Lager. Karshok sieht wie Ausbilder narbenlose Rekruten den Umgang mit der Waffe lehren. Dies ist meist schmerzhaft. Sie üben mit blattlosen Schäften gegenainder. Das Stoßen und Schlagen wird mit richtigen Waffen an Strohballen geübt. Etwas später, nachdem sich einige Platzwunden und Blessuren geholt haben und einige ältere Krieger zugegen sind, erklären die Ausbilder die Finessen des Gabelspeers. Karshok lungert herum, isst und am späten Vormittag ist sein Dienst vorbei. Auf dem Weg zur Latrine sieht er einen gajutar, der ein halbes Dutzend Krieger anleitet. Sie üben an einem Deloquenten das Recht des Schaftkreises. Ebenfalls stolpert ein Arbeiter an ihm vorbei, der in einem großen Korb eiserne Lanzenfüße trägt. Etwas später erreichen einige slaitul'hai die Garnison. Viele deren Krieger tragen einfache Speere. Sie kommen zum Tauschhandel, überlassen einige Jünglinge als neue Rekruten und erhalten dafür gute Waffenköpfe als Ware. Vor Allem Dornenschinder sind beliebt, Glefen auch, aber sie sind teurer, da sie seltener hergestellt werden. Am Nachmittag geht Karshok auf Streife. Er selbst führt einen Langspieß, wie ihn ein Anteil der Soldaten tragen müssen, aus Angst vor Reiterei. Langspieße sind unhandlich. Viele kürzen die Waffen gerne, um weniger Gewicht tragen zu müssen, aber darauf steht harte Strafe. Auf der Streife treffen sie auf einen abgeschlagenen Schädel auf einen Speer gespießt, der im Grenzgebiet zwischen zwei Sippen steht. Scheinbar liegt Ärger zwischen den slaitul'hai in der Luft. Sie gehen zum Dorf einer Sippe, um dort nach den Umständen zu fragen. Auf dem Weg sehen sie, wie die Einheimischen gerade einen Acker einteilen - per Wurf eines leichten Speeres wird die Größe bestimmt. Am Abend sitzt man beisammen und säuft ein Bierschnapsgemisch aus einem Helm. Dabei werden Geschichten ausgetauscht, von banalen Sachen z.B. wie Surlukh mal in die Latrine gefallen ist, aber auch Heldengeschichten von den Sechs Lanzen Jugporandors oder wie dem Dijupor die Befehlslanze überreicht wurde. Irgendwann legt sich Karshok schlafen und sieht, bevor er einnickt, die Deckenspeere im Gebälk hängen.

Hintergründe zu Stangenwaffen in Jugporandor

Jugporandor ist lanzophil, wie man eventuell merkt. Da Kriegsführung generell Lebensinhalt der Klans ist, ist es nur naheliegend, dass Waffen nicht nur einen militärischen, sondern auch einen kulturellen Wert haben. Schwerter sind ein Statussymbol und die orkische Meile ist den Sagen nach die Reichweite von Pakmikars Bogen, aber keines kommt an die Lanze heran, wie man an obigen Beispielen sieht.

Generell spricht man von den 6 Lanzen Jugporandors. Diese sind: Der Ewige Speer, der Dornenschinder, der Gabelspeer, die Glefe, der Langspieß und der Deckenspeer. Klans bevorzugen die Waffen unterschiedlich. Mit jeder Waffe gibt es spezielle Techniken und die Liebhaber wissen natürlich sowieso immer, dass ihre die Beste ist. Jeder Klan der etwas auf sich hält, hat eine Gruppe die sich z.B. die 6 Lanzen der Throqush oder 'die Götterspieße der Krumnazt' o.Ä. nennen. Dies sind zumeist angesehene Krieger, manchmal auch Generäle, denen nachgesagt wird einen oder mehreren der Spieße gemeistert zu haben.

Im Folgenden werden die Speerarten einzeln erklärt:

Der Ewige Speer: Ist der gewöhnliche. Ewig heißt er nur, weil er schon ewig da ist und ewig da sein wird. Er ist mitunter der Günstigste. Gerade bei den slaitul'hai ist er darum weit verbreitet, allerdings mangelt es ihm an den panzerbrechenden Eigenschaften der hashat oder der brutalen Klinge der Glefe. Klans statten ihre Milizen gerne damit aus, aber auch unter ushataru kommen sie vor.

Der Dornenschinder: Die klassische hashat, weswegen man aus Bekannheit zum Äußeren wohl nichts mehr sagen muss. Die hashat ist die beliebteste Waffe der Throqush und generell wegen ihrer panzerbrechenden Eigenschaften gern gesehen. Jugporandorweit ist sie wohl die Zweithäufigste neben dem Ewigen Speer.

Throqush: Tirshal vom Eisenhass.

Der Gabelspeer: Eher selten. Eine Waffe für Liebhaber und Könner, aber dann - gerade in Gruppenarbeit - ungemein gefährlich. Gabelspeere haben zwei oder mehr Zinken, womit man feindliche Waffen fangen und beiseite reißen kann, um die Deckung zu öffnen. Um dies zu können, benötigt es viel Übung, weswegen die Waffe nicht massentauglich ist. Die Glefe: Nicht ganz so selten wie der Gabelspeer, aber nicht sehr verbreitet. Glefen sind kostspielig, da die Klinge von besonders gutem Stahl sein muss. Gerade bei schlecht oder gar ungerüsteten Gegnern hinterlassen sie schreckliche, klaffende Wunden. Sie sind dementsprechend überall da beliebt, wo Feinde schlecht gerüstet sind. Unter Leichtfüßen und im Westen bei den gulshataru.

Der Langspieß: Kommt ein gepanzerter Menschenreiter auf einen ushatar zu, der im engen Haufen steht, kann der Ork noch so abgebrüht und hart sein, er weiß: Die Lanze meines Gegner ist länger als meine hashat. Zwei oder drei Schritt Längenunterschied machen dem Krieger bewusst, dass er sterben wird, außer sein Feind dreht ab. Kriegshaufen zerfallen, Schlachten werden verloren. Genau darum gibt es Langspieße. Langspieße sind doppelt so lang wie gewöhnliche Stangenwaffen. Gewöhnliches und schweres Fußvolk soll per offizieller Regulierungen einen gewissen Anteil an Langspießen dabei haben, um im Falle eines Kavallerieangriffes gewappnet zu sein. De facto sind Langspieße auch gegen anderes Fußvolk sehr gut, allerdings nur in geschlossener Ordnung und in großer Zahl. Allerdings herrscht in Jugporandor meist Kleinkrieg, weswegen der Langspieß längst nicht so populär ist, wie z.B. bei den Menschen.

Der Deckenspeer: Ist ein Kurzspeer. Gewöhnliche Stangenwaffen sind meist einen Schritt länger als ihr Träger, dieser aller höchstens so hoch wie der Träger, meist kürzer, etwa Brusthoch. Der Name kann zwei Herkunftsarten haben. A) Weil ihn misstrauische Krieger, Wachen oder Gardisten mit unter die Decke nehmen. B) Weil er oft im Gebälk der Hütten gelagert wird. Eingesetzt wird er gerne von Gardisten und Wachen. Er ist keine Schlachtfeldwaffe (Ausnahmen bestätigen die Regel), denn dafür ist er zu kurz, sondern eine Waffe für Ordnungshüter oder Wachen, die im beengten urbanen Umfeld kämpfen müssen. Skargals Gardisten tragen ihn gerne. Der Deckenspeer ist die Wahl der Waffe für alle die in den Straßenkampf müssen und Kolben und Krummschwert nicht mögen. Militärisch kommt er auch zum Einsatz. Da er handlich ist (nebenbei: er wird trotzdem beidhändig geführt) und sich leichter auf den Rücken schnallen lässt als längere Waffen, nutzt man ihn gerne beim Festungssturm, z.B. wenn es Leitern zu erklimmen gilt. Auch in den darauf folgenden Straßenkämpfen lohnt er sich meistens.

Throqush: Porshnaz von der Kämpfenden Ersten

Die Glefe: Etwa in den Ausmaßen eines Dornenschinders, meistens aber etwas kürzer, mit einer Klinge für klaffende Schnitte. Die Glefe ist eine fürchterliche Waffe gegen ungepanzerte Feinde, wird also gerne von Leichtfüßen gegen Leichtfüße eingesetzt. Oder gegen gulshataru und Aufständische.

Throqush: Burzgul von Zatars Hass

die_fuenf_lanzen_von_jugporandor.txt · Zuletzt geändert: 2017/06/20 08:57 von zoshakan