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Das Ogerkalifat der Blutwüste

Südlich von Jugporandor, jenseits der Landenge, liegt eine riesige Wüste. Im nördlichen Teil des Wüstenreiches herrscht ein Ogerkalifat, was jenseits davon kommt wissen die Orks von Jugporandor nicht.

Herrschaftsform

Das Kalifat untersteht, wie dem Namen schon sagt, einem Kalifen. Besonders ist, dass die Herrscherdynastie aus Ogern besteht. Diese sind nicht mit den Orkfressern Jugporandors zu vergleichen, sondern klüger und kulturschaffend. Sie bilden die Herrscher- und Oberschicht. Oger sind die einzigen wirklich Machthabenden in diesen Landen, sei es als Großgrundbesitzer oder Kriegsherren. Natürlich, denn sonderlich intelligent sind sie nicht, stützen sie sich hierbei auf die Hilfe kluger Ratgeber.

Gesellschaft

Die Oberschicht besteht aus Ogern. Sie besitzen, sie herrschen. Darunter kommt ein großes Volk, deren besser gestellter Teil aus Menschen und starken, braunhäutigen Wüstenorks stammt, gefolgt von einer riesigen Masse aus Sklaven. Diese bestehen zum Großteil aus rar'hai, winzigen Sandorks, die in der Größe und Intelligenz den fil'hai ähneln, aber die Sonne ertragen und schwarzhäutig sind wie mazauk'hai. Als Wüstenork oder Mensch kann man ein gutes Leben führen und höhere Aufgaben und Berufe ausüben, rar'hai sind Sklaven. Das Kalifat hat viele Lehen, seien dies Oasen- oder Hafenstädte, sowie Wüstenstämme. Geführt wird von Ogern, ansonsten bestehen die Stämme meist aus Menschen oder Orks und Sklaven als Unterschicht. Vermischt leben die ersten beiden nur in Städten.

Wirtschaft

Die Wüste ist eine karge Gegend. Eisen ist selten und sämtliche andere Rohstoffe auch. Man lebt von Viehhaltung, wobei die meisten Wüstenstämme Nomaden sind. Nur an der Küste und in der Nähe von Oasen floriert das Leben. Hier wird Handel betrieben, hier wird Reichtum erwirtschaftet. Die Städte sind dann oft sehr reich und darin finden sich Händler und Handwerker für Luxuswaren, von sinnlosem Tand, den die Oger so lieben.

Religion

Die Welt besteht aus drei Geschwistern, Himmel, Wüste und Meer. Diese drei Götter werden angebetet, ihnen werden Opfer gebracht und jedes steht für verschiedene Eigenschaften. Die Priester dieser Religion sind - natürlich - Oger. Neben den Dreien herrscht ein Geisterglaube vor, so dass man davon ausgeht, dass Felsformationen von niederen Göttern bewohnt werden, genauso wie Sandstürme böse Teufel sind. Rar'hai sind zu Recht niedere Kreaturen, denn die Götter haben sie verflucht und man darf sie ruhig schlecht behandeln. Sie hingegen sollen dienen, denn einst folgten sie falschen Göttern und ein erträgliches Jenseits erhalten sie nur für gute Dienste. Mit diesem Glauben will man sie in die Abhängigkeit zwingen. Trotzdem gibt es aufmüpfige Gruppierungen, die dem alten Glauben folgen. Menschen und Orks werden am Ende ihres Lebens danach gerichtet, wie viel sie „ihrem“ Gott (also dem der Dreien den sie bevorzugt haben) geopfert haben. Dies kann Schmuck, Tiere, Geld und auch Blut sein, weswegen die Krieger stets mit dem Ruf ihres Favoriten in den Krieg ziehen.

Militär

Das Kalifat hat seine Haustruppen. Dies ist eine kleine Armee professioneller Kämpfer, bestehend aus Orks und Menschen, die stets unter Waffen stehen. Zieht das Kalifat in den Krieg, rufen sie ihre Vasallen hinzu. Die Wüstenstämme stellen Krieger, die Städte haben gut ausgestattete Milizen oder aber schicken Söldner. Hinzu verfügt man über eine starke Marine. Jeder Ogerherrscher wird einige seiner Art als Garde haben, was je nach Titel auf eine gewisse Zahl beschränkt ist. Oger kämpfen zu Fuß, gepanzert in Schuppenhemden, mit riesigen Krummschwertern oder Streitkolben und eisernen Rundschilden, dienen sie als Breschenschläger. Ganze Einheiten daraus gibt es selten. Auch die Haustruppen tragen eiserne Panzer, meist Schuppenhemden und Ringpanzer, aber auch Lamellare. Truppen des Kalifats sind im Schnitt schlechter gerüstet als gleichwertige Jugporandorer. Ihre Waffen sind Spieße, zweihändige Streitkolben oder Krummschwerter und Schilde, hinzu kommen gefürchtete Hornbogen. Es gibt kleine Kontingente gut gerüsteter Kataphrakte. Milizen sind ähnlich bewaffnet, kämpfen zu Fuß und können sich Panzer aus ledernen Schuppen und Lamellen oder Steppwämse leisten, während bei den Wüstenstämmen nur wenige gepanzert sind. Letztere stellen oft eine gute leichte Reiterei, die auch auf Kamelen reitet. Die rar'hai werden auch in den Kriegsdienst gezwungen, ausgestattet mit einfachen Speeren peitscht man sie nach vorne. Zu guter letzt hat man Elefanten, die man ebenfalls für den Krieg nutzen kann.

Beziehungen

Wie in jedem Reich gibt es untereinander Reibereien und Machtkämpfe. Oger buhlen um bessere Ränge, plündern einander die Viehbestände und machen sich Gebiet streitig. Solche Streitereien werden vom Kalifat toleriert, solange sie nicht Überhand nehmen. Oft werden solche Konflikte mit Zweikämpfen geklärt, was dazu führt, dass starke und nicht unbedingt kluge Oger viel besitzen. In die Kalifensippe kommt man damit allerdings nicht. Die Orks von Jugporandor wissen wenig über die Beziehungen nach Süden hin. Nach Jugporandor gibt es wechselnde Beziehungen. Mal handelt man, meist Sklaven gegen Eisen, mal führt man Krieg. Piraten der Blutwüste plündern gerne die Küsten von Jugporandor, aber auch des Lichtreiches. Wirkliche Invasionen sind selten. Offiziell herrscht sei gut fünfzig Sommern Friede. Die Raubzüge die vorkommen sind natürlich niemals von irgendwem abgesegnet sondern immer nur die Tat bösartiger Marodeure. Natürlich. Vor über fünfzig Jahren versuchte das Kalifat ein einziges Mal in Jugporandor einzufallen - weiter erinnert sich die Orkgeschichte sowieso nicht zurück - und dabei holten sie sich eine blutige Schnauze, worauf sie von weiteren Versuchen absahen.

das_ogerkalifat_der_blutwueste.txt · Zuletzt geändert: 2017/05/22 20:31 von najat