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Aufstände

Die jugporandorische Wirtschaft basiert zu gutem Teil auf Sklaven, die etwa die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung ausmachen. Bei einem so aggressiven Volk sind dementsprechend Aufstände nahe liegend. Natürlich gibt es überwachende Faktoren, aber sobald eine Region schwächelt, kann es zu Unruhen kommen. Solange Einheiten der Armee in der Nähe sind, halten sie still, aber wenn diese Weg sind und selbst die erste Wahl der figataru - die einzige von Wert - abmarschieren für den Krieg, dann kann es leicht zu Aufständen kommen. Sklaven leben unter schrecklichen Bedingungen und auch den Arbeitern geht es wenig besser. Neben Wachen gibt es andere feine Druckmittel: Baut ein Sklave Mist, wird die ganze Gruppe bestraft. So will man Ärger im Voraus vermeiden. Wenn Sklaven irgendwelche Vergehen anrichten, werden sie öffentlich und grausam bestraft, was den Rest einschüchtert. Aber auch das kann nicht immer helfen und dann erheben sie sich - mit Hacken, Holzfälleräxten, Hämmern und einfachen Holzspeeren, deren Spitzen man im Feuer gehärtet hat. Wenn nun die Armee gerade mit einem richtigen Feind beschäftigt ist, kann so ein Aufstand leicht anschwellen und zur Destabilisierung in einer ganzen Region führen. Teilweise macht man sich selbstständig, aber es gibt auch Fälle, indem sich die Sklaven dem Feind anschlossen. Natürlich gegen reichhaltige Versprechen. Je nach Situation geht man anders mit den Aufständen um. Gerne - das mag verwundern - verhandelt man. Das Angebot ist einfach: Sie sollen die Waffen niederlegen, die Anführer aushändigen, dann bleiben sie straffrei und den mannhaftesten bietet man sogar einen Platz als zagstauntar an. Dies gelingt oft, denn Orks sind Egoisten und in diesem Egoismus liegt der Untergang eines jeden Aufstandes. Orks wollen nicht das System verändern, die Welt verbessern, sie wollen ihre persönliche Lage verbessern. Die anderen sind ihnen hierzu meist egal. Im Kern solcher Aufstände stehen oft Kriegsgefangene mit Vorerfahrung, die bei solchen Angeboten Abwägen. Aus der Sklaverei zum Soldaten. An so etwas kann der Aufstand zusammenbrechen. Meist halten sich die Klans sogar an ihre Angebote und töten nur jeden fünften oder sechsten um ein Zeichen zu setzen - denn alle abzuschlachten wäre ein Verlust an Produktivität. Wenn möglich kesselt man den Feind ein, bis die Verzweiflung groß ist. Man besticht auch Anführer, die Horde in einen Hinterhalt zu führen. Die Anführer gehen oft darauf ein und setzen sich dann mit einer kleinen Truppe ab, um sich als Wegelagerer oder Söldner durchzuschlagen. Sollte es doch zum Kampf kommen, so wird mit äußerster Brutalität vorgegangen. Trotzdem tötet man keine Gefangenen - sonst würden die anderen zum Ende kämpfen, was mehr Widerstand bedeutet. Man treibt die Geschlagenen zusammen, richtet eine Zahl symbolisch hin und hinterlässt beim Rest ein Andenken, beispielsweise einen zerpeitschten Rücken oder abgeschnittene Krallen.

aufstaende.txt · Zuletzt geändert: 2014/03/04 18:35 von zoshakan