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Abwehrfeldzug bei Turumûl im Jahr 2 des Blutkrieges

Vorgeschichte

Im 2. Jahr des Blutkrieges attackierte eine Armee aus der Blutwüste das Reich der Zgurogar. Die Beziehung zur Blutwüste ist äußerst vielseitig, denn es auch dort gibt es mehrere Fraktionen, „Fürstentümer“, die Zugang zur Landzunge und damit Zugang nach Jugporandor haben. Mit manchen treiben die Zgurogar seit Jahr und Tag Handel, mit anderen kommt es immer wieder zu Konflikten. Ein Ogerfürst, dessen Name nicht überliefert ist, hatte Wind bekommen, dass im Reich der Orks Chaos herrschte und wollte davon profitieren.

Streitmacht der Zgurogar

Dank kargem Land und vielen Ressourcen die in die Reiterei und andere Eliteverbände gesteckt werden, war die Armee der Zgurogar noch nie sonderlich groß. Nun muss man bedenken, dass die Armee im Jahr davor einen blutigen Feldzug gegen die Zauskoir hatte und Aufstände in den Trollhöhen gab. Zu guter letzt haben die Zgurogar keine figataru – ihrer Meinung nach hält genug Furcht die Sklaven auch so still. Problem ist, dass durch den Aufstand in den Trollhöhen im Jahr zuvor das Gegenteil bewiesen wurde (zumindest in dieser Notsituation).

Aber es gibt auch positive Seiten, was die Stärke angeht: Die Zgurogar verzichten quasi auf die Arbeiterschaft und figataru, dafür haben sie immer narangaru verfügbar zugegen, die ihre Zahlen wenigstens etwas erhöhen.

Die Garnison von Turumûl (und Umland) bestand aus 2.000 Mann, darunter auch raffiniert organisierte Händlermiliz (siehe Artikel Turumûl). Ujakûl führte heran, was Ujak'Mal und Scardahamab entbehren konnten: 1.000 Reiter, ein Banner Gepanzerte (250-300), drei Banner Fußvolk (also etwa 750 Mann Iststärke), eine Klaue Trolle und zuguterletzt eine eine weitere Tausendschaft an narangaru.

Die Reiter sind, je nach Banner, als erfahren bis Elite anzusehen. Nur ein Banner besteht aus gepanzerten Reitern, Ujakûls Garde, der Rest ist eher leicht gerüstet. Die Wolfsreiter sind keine schwere Kavallerie, aber schnell und für Schockangriffe nutzbar. Die Gepanzerten sind ebenfalls Veteranen, schwer bewaffnet und gut gepanzert. Die Narangaru sind hochmotiviert, aber unerfahren und ungepanzert. Ob sie sich gut schlagen, hängt meist davon ab, ob der erste Angriff erfolgreich verläuft. Das Fußvolk schwankt in seiner Qualität zwischen unerfahren, viele sind durchschnittlich und natürlich gibt es auch erfahrene Verbände. Sie kämpfen in erster Linie in enger Formation, sind aber nicht so gut gerüstet und ausgebildet wie die Dreckschläfer anderer Klans – zum Glück aber ausreichend gut für die meisten Truppen aus der Blutwüste.

Streitmacht des Ogerfürsten

Die Angreifer waren in jedem Fall zahlenmäßig und auch kräftemäßig überlegen, sonst hätte man den Angriff nie gewagt. Die Garde des Ogers bestand aus einer Hundertschaft seines Volkes, gepanzert in Lamellen und Schuppenhemden, mit riesigen Glefen, Krummschwertern und Stangenkeulen. Es mögen nur hundert gewesen sein, doch wiegt ein Oger mehrere Banner auf.

Die Reiterei bestand aus 500 leichten Reitern auf schnellen Wüstenpferden und 1.000 Kamelreitern (Hökerpferde!). Letztere wurden von jeweils zwei rar'hai geritten, einer winzigen Orkrasse aus der Blutwüste. Beide Kavallerieverbände waren Söldner und auch wenn die Kamelreiter exotisch und merkwürdig klingen mögen, waren es erfahrene Krieger, die sowohl mit Speer als auch Bogen kämpften und über einen gewissen Schutz verfügten. Die leichten Reiter waren ungepanzert, in weiten Mänteln und Turbänen.

Stämme der rar'hai dienten auch als Plänklerschwärme aus Schützen und Speerwerfern. Ihre Zahl dürfte 1.500 nicht überschritten haben. Diese gehörten zum Aufgebot, waren also wenig motiviert und schlecht ausgebildet.

Hauptmasse des Fußvolkes, 4.000, waren Aufgebote aus Wüstenorks und auch menschlicher Vasallen. Die Wüstenorks sind nicht mit den rar'hai zu verwechseln: Sie sind von hohem Wuchs, aufrechtem Gang und schwarzer Haut. Wenn auch größer als gat'hai, sind sie nicht so massig. Ihre Krieger kämpfen zumeist mit Speeren, Haumessern und halbmondförmigen Schilden, ihre Panzerung besteht aus Steppwämsen und Turbanen (die erstaunlich gut vor Schwertschnitten schützen!), die höchsten tragen Schuppenhemden und besitzen Krummschwerter. Einige tragen auch Bögen. Die Wüstenorks waren motiviert, aber undiszipliniert, gehörten also eher zu den guten Truppen.

Die menschlichen Vasallen kamen aus einer der Städte, waren also eine Miliz, von nur mittelmäßiger Ausbildung aber gut ausgerüstet: Jeder hatte einen Panzer aus Schuppen oder Lamellen und irgendeinen Kopfschutz. Auch ihre Bewaffnung bestand aus Speer und Schild, ergänzt durch einige Bögen. Woran es der Miliz mangelte: Motivation! Sie kämpften auf fremden Grund.

Hinzu kamen letztendlich weitere Verbände aus Plünderern. Diese waren zwischen tausend und zweitausend Mann stark, aber vollkommen wertlos: Sie kamen (wie der Name eventuell erahnen lässt) zum Plündern, waren nicht ausgebildet, nicht motiviert und hatten auch nicht die Ausrüstung um mehr zu machen als Sklavenlager auszuplündern. Figataru wären Elite gegen sie. Darum zählen wir sie nicht zur Armee – aber zu den zu stopfenden Mäulern.

Belagerung von Turumûl

Der Ogerfürst marschierte auf Turumûl und legte einen Belagerungsring. Die äußeren Teile der Stadt wurden von den Verteidigern bewusst abgebrannt und die Anwohner vertrieben. So hatte man ein klares Schussfeld und die Brände waren kontrolliert.

Initiale Sturmversuche scheiterten, dann aber durchbrach die Ogergarde eines der Tore und die Verteidiger mussten sich in den inneren Ring zurückziehen. Hier konnten sie ihre Kampfkraft konzentrieren und weitere Angriffe abhalten: Die Garde attackierte erneut, wurde aber mit der Hilfe von hashat und gashat zurückgeschlagen, wobei der Fürst selbst verwundet wurde.

Der Ogerfürst wollte seine Garde schonen und schickte mehrere vergebliche Angriffswellen aus Fußvolk, womit er die zweite Woche der Belagerung einleitete. Nach schweren Verlusten, verebbten die Kämpfe für mehrere Tage.

Derweil zogen die Plünderer durch das Umland, während die Reiterei versuchte Vorräte aufzutreiben. Eine so große Armee wollte ernährt werden. Und die Plünderer brachten zwar keine Kampfkraft, aber sie wollten auch fressen. Da sie nicht von der Armee versorgt wurden, verheerten sie das Umland und nahmen wertvolle Nahrungsmittel, welche die Arrmee gebrauchen konnte.

Entsatz

Dann kam Ujakûl.

Seine Wolfsreiter bildeten die Vorhut und attackierten vor Allem die Reiterei des Feindes. Wolfsreiter sind keine Truppe um geordnetes Fußvolk anzugreifen, dafür perfekt zum Kampf gegen feindliche Kavallerie, denn Pferd wie Kamel fürchten den Geruch der Wölfe. Zudem half, dass die beiden feindlichen Verbände in Konkurrenz miteinander standen und sich nur widerwillig unterstützten.

Ujakûl, in dessen Reihen auch Nullûrkh ritt, verwickelte den Feind in eine Reihe aus Gefechten, eines artete aus, als beide Seiten immer mehr und mehr Reiter in den Kampf schickten. Als sich Ujakûl sicher war, dass der Herr der Kamelreiter inmitten der Kämpfe war, attackierte er selbst mit seiner letzten mau'rung die er in Reserve gehalten hatte. Die massierte Schar aus fünfzig formierten gepanzerten Wolfsreitern pflügte durch das chaotische Gewühl und schnitt den Söldnerherren nieder. Genau rechtzeitig: Teile der feindlichen leichten Kavallerie hatten sich gesammelt um die kämpfenden Wolfsreiter zu flankieren. Bevor dies passieren konnte brach Panik aus. Die Wolfsreiter siegten mit nur leichten Verlusten.

In den nächsten Tagen zerfiel die Reiterei des Feindes: Die Kamelreiter waren durch keinen Eid mehr gebunden und ritten großteils nach Süden davon, während die leichte Kavallerie noch einigen Widerstand leistete, ehe sie bis zur Kampfunfähigkeit gedroschen waren.

Ujakûl ließ sein Fußvolk auf Turumûl marschieren, um die Stadt zu entsetzen. Seine Reiter eilten nach Süden, um dem Feind den Rückweg abzuschneiden.

Rückzug!

Die Invasoren zogen von der Stadt ab. Hierbei steckten sie Teile in Brand, was eine Verfolgung verhinderte: Die Zgruogar ließen sich einen Tag aufhalten die Stadt vor dem Feuer zu retten.

Ujakûl täuschte Schwäche vor und fiel immer wieder vor dem Feind zurück. Diesem war allerdings durch den Verlust der Reiterei Auge und Ohr genommen und er wusste nicht was vor sich ging.

Obwohl Ujakûl zurückfiel unterbrach er die Versorgungslinien des Feindes effizient. Niemals waren die Reiter ernsthaft in Gefahr erwischt zu werden. Wenn immer sie sich damals auf Gefechte einließen, waren es bewusst gewählte: Um den Feind zu verlangsamen oder ihm Wege zu verlegen. So gefährlich die Reiter der Zgurogar waren, so sehr wurden sie auch mit bedacht eingesetzt, denn sie waren wertvoll und schwer zu ersetzen.

Die Armee aus der Blutwüste litt Hunger und konnte dank der Wolfsreiter im Umland keine Nacht ruhig schlafen. Derweil folgte die Armee aus Turumûl. Erst kurz vor der Landzunge ließ Ujakûl das Fußvolk im Gewaltmarsch aufholen und sich südlich des Feindes mit der Reiterei vereinen.

Gute Befehlshaber vermieden schwere Schlachten, die nicht zu ihren Gunsten geschlagen wurden. Man marschierte umher, manövrierte und versuchte sich selbst in eine bessere Position als den Feind zu bringen oder diesen zum Angriff zu zwingen, zum Beispiel indem man ihre Versorgungswege abschnitt. So wie hier.

Schlacht am Lindwurmdorn

Im Schatten des Lindwurmdorns, einem mächtigen Berg nahe der Landzunge, auf dem die letzten Lindwürmer Jugporandors hausen sollen, stellte er sein Heer in Schlachtordnung auf. Ujakûl hatte damals alle Vorteile auf seiner Seite. Der Feind war müde, gehetzt, hungrig und untereinander zerstritten. Sie hatten geblutet und die Reihen waren durch Fahnenflucht gelichtet.

Natürlich nahmen sie an den Hügeln eine gute Verteidigungsstellung ein. Hier kam es zum einzigen Moment in diesem Feldzug, indem Ujakûl viel setzte, ohne über den Fall der Würfel Bescheid zu wissen: Es herrschte Krieg! Die Weichhäute attackierten Scardahamab, die Zauskoir waren ihnen feindlich gesinnt, genauso wie die nördlichen Nachbarn, dennoch ließ er einen beträchtlichen Teil seiner Streitmacht hier binden, indem er ihnen den Weg verlegte. Und wartete.

Am dritten Tag rollten im Zelt des Ogerfürsten Köpfe und er befahl den Angriff, wobei sie ihre erhöhte Position verließen und versuchten das Zgurogar-Fußvolk zu durchschlagen, die sich wiederum auf einem Hügel gegenüber aufgestellt hatten.

Der alten Sitte nach gehörte das Recht des ersten Angriff den Wolfsreitern. Ujakûl ließ es sich nicht nehmen diesen selbst zu führen. Sie zersprengten die Plänklerschwärme, die dem feindlichen Stoß vorauseilten, dann attackierte sein Fußvolk, zuvorderst die narangaru, in der Hoffnung sich einen Namen zu machen.

Selbst dieser Angriff zeigte beim demoralisierten Feind Wirkung. Nur an der Stelle, wo die Ogergarde kämpfte, wurden die narangaru beiseite gefegt. Die riesigen Krieger droschen sich durch die dahinter folgende Formation aus gewöhnlichem Fußvolk. Ujakûl hatte mit Absicht sein Banner aus Gepanzerten in der Reserve gehalten. Sie stürmten gegen die Oger. Jene hatten schon bei der Belagerung geblutet, die letzten Wochen gelitten, sich durch die narangaru geschlagen – welche zwar unerfahren und ungerüstet sind aber mit ihren typischen beidhändig geführten Lanzen erheblichen Schaden anrichten können – und dann noch durch das Fußvolk gekämpft. Bei Letzterem gab es nicht nur bösartige Stangenwaffen, sondern auch Bögen und Faustrohre. Die Gepanzerten waren ausgeruht und griffen mit schrecklichen Langäxten, Lanzen und Faustrohren an. Und schlugen die Oger.

Zu diesem Zeitpunkt war die Schlacht schon längst für die Zgurogar gewonnen: Die narangaru stoppten den feindlichen Angriff und wurden zurückgenommen. Die gewöhnlichen ushataru attackierten und trieben den Feind zurück. Nullurkh führte an diesem heißen Sommertag einen Flügel der Reiterei. Sie flankierten den Feind, fielen ihm in den Rücken und binnen kürzester Zeit brach eine Massenpanik aus. Der Tag war gewonnen, der Feind zerschlagen und etliche Sklaven gemacht.

abwehrfeldzug_bei_turumul_im_jahre_2_des_blutkrieges.txt · Zuletzt geändert: 2019/06/25 09:33 von zoshakan